Frankfurt Eröffnung: Leichte Verluste - Adidas sacken ab
30.07.2025 - 10:12:46Der deutsche Leitindex fiel um 0,2 Prozent auf 24.178 Punkte.
Am Dienstag bereits hatten Investoren die EnttĂ€uschung ĂŒber das Zollabkommen der EuropĂ€ischen Union mit den USA nur bedingt weggesteckt, denn sie bringt Konjunkturrisiken mit sich. Im Blick bleibt zudem der noch ungelöste Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China.
Am Mittwoch nun sorgten deutliche Kursverluste bei den Aktien von Adidas DE000A1EWWW0 und Symrise DE000SYM9999 sowie die ZurĂŒckhaltung vor dem am Abend anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank fĂŒr einen mauen Handelsstart.
Die Fed wird wohl erneut dem starken politischen Druck widerstehen und die Zinsen nicht senken. Im weiteren Jahresverlauf jedoch rechnen viele Beobachter mit sinkenden Zinsen. Insofern dĂŒrften Anleger genau auf die geldpolitischen Signale achten, die die US-Notenbank aussendet.
FĂŒr den MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Werte ging es um 0,5 Prozent auf 31.018 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,1 Prozent.
Hierzulande setzte sich die Bilanzsaison der Unternehmen mit zahlreichen GeschĂ€ftszahlen fort. Dabei entĂ€uschte Adidas die Anleger. Das Analysehaus Jefferies hob hervor, dass der Sportartikelhersteller die Prognose fĂŒr das diesjĂ€hrige operative Ergebnis nicht anhob, wohl wegen zunehmender Zoll-Unsicherheit und unsicherer EndmĂ€rkte. Damit setzte sich die KursschwĂ€che seit drei Wochen fort und die Aktien sackten mit minus 8,5 Prozent an das Dax-Ende. Sie notieren nun auf dem Niveau des US-Zollschocks Anfang April.
Eine nachlassende Kauflaune vieler Menschen stimmt Symrise vorsichtiger fĂŒr das Wachstum im laufenden Jahr. Analyst Edward Hockin von der US-Bank JPMorgan bemerkte, dass der Aromen- und Duftstoffhersteller seine Umsatzprognose deutlicher als gedacht gesenkt habe. Damit bĂŒĂten die Papiere von Symrise 5,7 Prozent ein.
Unter den besten Werten im Dax gewannen Siemens Healthineers DE000SHL1006 fast zwei Prozent. Der Medizintechnikkonzern legte im dritten GeschÀftsquartal eine robuste Entwicklung hin.
Der Sportwagenbauer Porsche AG DE000PAG9113 muss zwar wegen der US-Zölle erneut seine Gewinnaussichten zusammenstutzen. Der Mittelpunkt der neuen Ergebnisprognose liege aber etwas besser als vom Markt bisher eingeschÀtzt, schrieb der Experte Stephen Reitman vom Analysehaus Bernstein Research. Damit zogen die Porsche-Aktien um 2,7 Prozent an.
Der weltgröĂte Chemiekonzern BASF DE000BASF111 bestĂ€tigte das erst vor kurzem gekappte Gewinnziel fĂŒr das laufende Jahr. Dies honorierten Anleger mit einem Plus von 1,6 Prozent.
Im MDax stachen Krones DE0006335003 mit einem Minus von vier Prozent negativ heraus. Der Hersteller von AbfĂŒll- und Verpackungsanlagen schnitt im zweiten Quartal etwas schwĂ€cher ab als von Analysten im Schnitt erwartet. Den ersten Platz im Index erklommen Evotec DE0005664809 mit einem Plus von fast vier Prozent. Der mitten in einem tiefgreifenden Umbau steckende Biotechkonzern will einen Standort in Toulouse an den Pharmakonzern Sandoz CH1243598427 verkaufen.
Der Spezialchemie-Konzern Alzchem DE000A1MBDZ0 bestĂ€tigte nach ZuwĂ€chsen im abgelaufenen Quartal lediglich seine Ziele fĂŒr das Gesamtjahr. Hier nahen Anleger bei den sehr gut gelaufenen Titeln Gewinne mit, die Papiere rutschen als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 um mehr als zwölf Prozent ab.

