Devisen: Eurokurs hÀlt höheres Niveau zum US-Dollar
06.05.2026 - 21:14:00 | dpa.deZuletzt wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1752 US-Dollar gehandelt. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1762 (Dienstag: 1,1686) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8501 (0,8557) Euro gekostet.
US-PrĂ€sident Donald Trump dringt im Konflikt mit dem Iran auf einen diplomatischen Durchbruch - und fĂ€hrt dabei einen Schlingerkurs. Erst kĂŒndigte er ĂŒberraschend an, den US-Einsatz fĂŒr eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die StraĂe von Hormus "fĂŒr kurze Zeit" auszusetzen. Es habe "groĂe Fortschritte" fĂŒr ein "umfassendes und abschlieĂendes" Abkommen gegeben. WĂ€hrend des Stopps solle geprĂŒft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnet werden könne. Wenig spĂ€ter, in einem weiteren Post drohte Trump dem Iran aber erneut mit MilitĂ€rschlĂ€gen, falls dieser den US-VorschlĂ€gen nicht zustimme.
Der Markt interpretierte die Entwicklung als Deeskalationssignal. Der Euro profitierte von den deutlich gesunkenen Ălpreisen. Im Gegensatz zu den USA verfĂŒgen die europĂ€ischen LĂ€nder kaum ĂŒber Ălvorkommen. Zudem wird Ăl in Dollar gehandelt. Die Nachfrage nach Dollar sinkt also bei fallenden Preisen. Allerdings hat sich der Euro seit Kriegsbeginn Ende Februar vergleichsweise stabil gehalten. SchlieĂlich wird erwartet, dass die EZB bald die Leitzinsen anhebt. In den USA werden zunĂ€chst keine LeitzinsverĂ€nderungen erwartet.
SchwÀcher als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten belasteten. Die Zahl der BeschÀftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im April weniger als erwartet gestiegen. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP stieg die BeschÀftigtenzahl um 109.000. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 120.000 Stellen erwartet. Der offizielle monatliche Arbeitsmarktbericht wird am Freitag veröffentlicht.
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