Nach TodesfÀllen: WHO warnt vor verunreinigten HustensÀften in Indien
Veröffentlicht am: 14.10.2025 um 16:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie drei verunreinigten Arzneimittel indischer Hersteller seien unsicher, heiĂt es in der WHO-Mitteilung. Ihr Gebrauch, insbesondere bei Kindern, könne "zu ernsthaften Verletzungen und zum Tod fĂŒhren".
Die Arzneimittel-Kontrollbehörde in Indien habe die WHO darĂŒber informiert, keines der betroffenen Mittel sei exportiert worden, hieĂ es. Trotzdem rief die UN-Organisation die indischen Aufsichtsbehörden auf, den Markt gezielt auf etwaige unregulierte Lieferketten hin zu beobachten. Die WHO identifizierte die Mittel als Coldrif, Respifresh TR und ReLife. Ihre Produktion sei inzwischen gestoppt, die Zulassung ausgesetzt worden.
GesundheitsgefÀhrdende Chemikalie
In den Arzneien wurde demnach die gesundheitsgefĂ€hrdende Chemikalie Diethylenglykol nachgewiesen. Der Stoff fand sich in der Vergangenheit immer wieder in gepanschten HustensĂ€ften und fĂŒhrte zu Vergiftungs- und TodesfĂ€llen weltweit.
In Indien wird im Zusammenhang mit den TodesfĂ€llen vor allem Coldrif genannt. Laut der Regierung des Bundesstaats Tamil Nadu, in dem das Mittel hergestellt wurde, enthielt es laut Analysen ein Vielfaches der zugelassenen Menge an Diethylenglykol. Die Zeitung "India Today" und andere indische Medien berichteten, mindestens 22 TodesfĂ€lle seien bisher im Unionsstaat Madhya Pradesh bekanntgeworden. Alle Regionen des Landes wurden angewiesen, sogenannte ChargenprĂŒfungen von Rohmaterialien und Fertigprodukten vorzunehmen. Die Behörden lieĂen unter anderem den Besitzer der betroffenen Fabrik verhaften, auch gegen Kontrollbeamte laufen Ermittlungen.
