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FlughÀfen nehmen nach Warnstreiks wieder Betrieb auf

11.03.2025 - 09:21:56

Nach Warnstreiks an 13 deutschen FlughÀfen ist der Flugverkehr am Morgen wieder angelaufen.

An mehreren Airports sollten noch einige Maschinen abheben, die planmĂ€ĂŸig eigentlich am Montag hĂ€tten starten sollen. Vereinzelt kam es auch zu AusfĂ€llen, etwa weil Maschinen nicht bereitstanden.

Am grĂ¶ĂŸten Flughafen Deutschlands, Frankfurt, starte der Flugbetrieb seit 5.00 Uhr normal, teilte die Verkehrsleitung des Flughafens mit. Geplant seien wieder mehr als 1.100 Starts und Landungen, fĂŒr die mehr als 140.000 Passagiere abgefertigt werden mĂŒssen.

Am Hauptstadtflughafen BER startete der erste Flug laut Online-Auskunft gegen 5.30 Uhr. Die Flughafengesellschaft rechnet im Tagesverlauf mit rund 15.000 zusĂ€tzlichen FluggĂ€sten, die am Vortag nicht starten konnten, wie ein BER-Sprecher sagte. Insgesamt sind demnach 214 AbflĂŒge und 219 AnkĂŒnfte geplant. Vor allem bis zur Mittagszeit werde deutlich mehr los sein als sonst, betonte ein Sprecher. Er empfahl FluggĂ€sten, mehr Zeit einzuplanen.

Vom Flughafen MĂŒnchen hieß es, die Wiederaufnahme habe gut funktioniert. Es sei noch mit vereinzelten Annullierungen infolge des Ausstands zu rechnen, sagte ein Sprecher. Die Mehrheit der FlĂŒge finde aber regulĂ€r statt. Am Montag waren in MĂŒnchen fast 80 Prozent der Verbindungen ausgefallen.

Streik lege große Teile des Flugverkehrs lahm

Am Montag hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik an 13 grĂ¶ĂŸeren FlughĂ€fen in Deutschland große Teile des Flugverkehrs lahmgelegt. Zum Arbeitskampf aufgerufen waren BeschĂ€ftigte aus dem öffentlichen Dienst der Flughafenbetreiber, von Bodenverkehrsdiensten und im Luftsicherheitsbereich.

Bestreikt wurden die FlughĂ€fen Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, Hamburg, Hannover, Bremen, DĂŒsseldorf, Dortmund, Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Stuttgart. An den Airports Weeze bei DĂŒsseldorf und Karlsruhe/Baden-Baden waren nur die BeschĂ€ftigten des Luftsicherheitsbereichs zum Ausstand aufgerufen.

Bundesweit waren nach einer SchĂ€tzung des Flughafenverbands ADV mehr als 3.500 FlĂŒge ausgefallen, rund 560.000 Passagiere konnten ihre Reisen nicht wie geplant antreten.

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen fĂŒr den Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen unter anderem acht Prozent mehr Geld fĂŒr die BeschĂ€ftigten, mindestens aber monatlich 350 Euro mehr, sowie drei zusĂ€tzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben bisher kein konkretes Angebot vorgelegt. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist ab Freitag in Potsdam geplant.

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