Nach Huthi-Angriff: Reederei Maersk setzt Fahrten im Roten Meer aus
31.12.2023 - 14:51:55Alle Durchfahrten sollten fĂŒr 48 Stunden unterbrochen werden, um den Vorfall zu untersuchen und die Sicherheitslage zu bewerten, teilte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit.
Wie Maersk bestÀtigte, wurde das Schiff "Maersk Hangzhou" am Samstagabend von einem Objekt getroffen, nachdem es die Meerenge Bab al-Mandab in Richtung Norden passiert hatte. Das Schiff habe seinen Kurs aber zunÀchst fortsetzen können. SpÀter hÀtten sich jedoch vier Boote dem Schiff genÀhert, das Feuer eröffnet und den Versuch gemacht, auf das Frachtschiff zu gelangen. Der Angriff sei mithilfe eines MilitÀrhubschraubers und des Sicherheitsteams des Schiffs erfolgreich abgewehrt worden, so die Mitteilung weiter. Die Besatzung sei Berichten zufolge sicher, betonte das Unternehmen.
Zuvor hatte auch das US-MilitĂ€r von dem Vorfall berichtet und proiranische Huthi-Rebellen im Jemen fĂŒr den Angriff verantwortlich gemacht. US-Hubschrauber hĂ€tten drei der vier angreifenden Boote versenkt, hieĂ es in einer Mitteilung des zustĂ€ndigen US-Regionalkommandos auf der Plattform X, vormals Twitter. Deren Besatzung sei getötet worden. Das vierte Boot sei geflohen. Auf US-Seite habe es keine SchĂ€den oder Verletzte gegeben.
Seit Ausbruch des Gaza-Kriegs greifen die Huthis Israel immer wieder auch mit Drohnen und Raketen an. Zuletzt attackierten sie wiederholt auch Schiffe im Roten Meer - eine der fĂŒr den Welthandel wichtigsten Schifffahrtsstrecken, weil sie ĂŒber den Suezkanal in Ăgypten das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean verbindet.

