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Europa Schluss: Angst vor KI-Blase drĂŒckt stark auf Kurse

21.11.2025 - 18:26:21

Nach zwei Tagen der Stabilisierung sind Europas AktienmÀrkte vor dem Wochenende wieder gefallen.

Sorgen ĂŒber eine womöglich zu hohe Bewertung von Aktien im Zusammenhang mit KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) belasteten die Aktienbörsen generell. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 fiel zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Ende September. Am Ende des Tages stand ein Minus von 0,98 Prozent auf 5.515,09 ZĂ€hler zu Buche. Mit einem Verlust von gut 3 Prozent war es die schwĂ€chste Börsenwoche fĂŒr den Index seit Ende Juli.

"EuropĂ€ische Aktien beenden eine schwache Woche mit Verlusten, weil erneut Ängste vor einer KI-Blase aufkommen", konstatierte Emma Wall, Marktstrategin von Investmenthaus Hargreaves Lansdown. Der Tech- und KI-Gigant Nvidia US67066G1040 habe mit seiner Quartalsbilanz nur eine kurze Euphorie ausgelöst. Die Rally an den AktienmĂ€rkten sei damit zwar wohl nicht beendet, es dĂŒrfte zukĂŒnftig jedoch deutlich stĂ€rkere Schwankungen geben.

Außerhalb des Euroraums schlugen sich die AktienmĂ€rkte besser. Anleger setzten auf den Schweizer Markt, der Leitindex SMI CH0009980894 schloss mit 0,71 Prozent im Plus bei 12.632,67 ZĂ€hlern. Hier waren vor allem Schwergewichte wie Nestle CH0038863350, Novartis CH0012005267 und Roche CH0012032048 gesucht. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ging mit einem moderaten Gewinn von 0,13 Prozent bei 9539,71 Punkten in das Wochenende.

Am stĂ€rksten geriet der Technologiesektor EU0009658921 unter Druck. Die Aktie des Schwergewichts ASML NL0010273215 bĂŒĂŸte 6,3 Prozent ein und zog den Sektor mit nach unten. ASML reagierten auf schwache Vorgaben großer US-Halbleiterwerte. "Der Abverkauf zielte prĂ€zise auf Wachstumswerte und vor allem ihre Schwergewichte", hieß es in einer EinschĂ€tzung des Brokers Index Radar zu den Vorgaben aus den USA.

Zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern zĂ€hlten auch die Ölwerte EU0009658780 angesichts der Preisverluste im Öl- und Gashandel. Am Markt wurde auf den Friedensplan der USA fĂŒr die Ukraine als Belastung verwiesen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj machte sich den Vorschlag der USA zwar nicht zu eigen, zeigte sich aber gesprĂ€chsbereit.

Ein Schwergewicht aus dem Finanzsektor gehörte ebenfalls zu den Verlierern. Aktien der UBS CH0244767585 fielen um 1,9 Prozent. Die Schweizer Großbank hat das Kaufprogramm fĂŒr eigene Aktien fĂŒr dieses Jahr abgeschlossen. Das RĂŒckkaufvolumen betrug rund 1,6 Milliarden Franken. Damit entfĂ€llt zunĂ€chst eine StĂŒtze fĂŒr den Kurs.

Besser hielt sich ein anderes Schwergewicht am Schweizer Aktienmarkt. Roche CH0012032048 setzten ihre AufwĂ€rtsbewegung fort und erreichten den höchsten Stand seit drei Jahren. Das Unternehmen hatte in dieser Woche mit positiven Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Auch andere defensive große Schweizer Werte wie Nestle CH0038863350 und Novartis CH0012005267 hielten sich gut.

@ dpa.de