Unfreiwillige Nacht im Flieger - EntschĂ€digung fĂŒr FluggĂ€ste
23.02.2026 - 15:47:24 | dpa.de"Lufthansa hat noch am Freitag mit den betroffenen Passagieren Kontakt aufgenommen. Die GÀste erhalten entsprechende EntschÀdigungszahlungen", teilte ein Sprecher mit.
"Unzumutbare Situation"
Das Unternehmen bat fĂŒr die "unzumutbare Situation" ausdrĂŒcklich um Entschuldigung. Man setze gemeinsam mit dem Flughafen MĂŒnchen alles daran, dass sich solche Fehler nicht wiederholten.
Beim Flughafen hieĂ es, es sei fĂŒr die Passagiere eine schwierige und kaum nachvollziehbare Situation gewesen. "Wir arbeiten derzeit mit unseren Partnern daran, die Sachlage vollstĂ€ndig aufzuklĂ€ren und unmittelbar Prozessverbesserungen umzusetzen", erklĂ€rte ein Flughafensprecher.
Busse fehlten
Insgesamt waren lauf Flughafen in der Nacht zum Freitag sechs FlĂŒge mit rund 600 Passagieren betroffen, die bereits an Bord waren und eigentlich starten sollten. Als die Flugzeuge dann aber wegen des starken Schneefalls wider Erwarten doch nicht abheben durften, fehlten Busse, um die FluggĂ€ste ins FlughafengebĂ€ude zurĂŒckzubringen.
Nach Angaben der Lufthansa traf es neben drei Lufthansa-FlĂŒgen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig auch zwei Air-Dolomiti-FlĂŒge nach Graz und Venedig. AuĂerdem betroffen war ein Flug einer anderen Airline.
Zwischen 0.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens gilt in MĂŒnchen die Nachtflugregelung. Um trotzdem doch noch möglichst viele FlĂŒge zu ermöglichen, sei in der Nacht eine Sonderfluggenehmigung eingeholt worden und Flugzeuge seien noch bis 1.00 Uhr nachts auf die Rollfelder geschickt worden. Wegen des massiven Schneefalls konnten die betroffenen sechs Flieger in dem Zeitfenster nicht abheben.
100 FlĂŒge gestrichen - KapazitĂ€ten belegt
Die SchneefĂ€lle hatten nach Angaben des Flughafens am Donnerstag ĂŒber den gesamten Tag fĂŒr VerspĂ€tungen und AusfĂ€lle gesorgt. 100 FlĂŒge seien gestrichen worden.
Weil die TerminalkapazitĂ€ten wegen Annullierungen im Tagesverlauf mit abgestellten Flugzeugen belegt waren, mussten die Flugzeuge auf AuĂenpositionen abgestellt werden. Wegen der nĂ€chtlichen Uhrzeit und wegen Defiziten bei der Kommunikation sei der Busverkehr stark eingeschrĂ€nkt gewesen. Die Passagiere seien bestmöglich versorgt worden, hieĂ es. Laut Lufthansa hatten die Flugzeuge genug Strom und waren beheizt.
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