ROUNDUP, Vereinzelt

Vereinzelt Glatteis-Gefahr im Osten

13.01.2026 - 07:20:04

Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten.

Besonders im Ă€ußersten Osten und Nordosten besteht am frĂŒhen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen. Zuvor war im Osten und Nordosten im Laufe der Nacht vielfach Regen in gefrierenden Regen ĂŒbergegangen. Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen GlĂ€tte-UnfĂ€llen mit Verletzten.

GlÀtte verlagert sich nach Osten

Im Westen Deutschlands entspannte sich die Lage, da mildere Luft von Westen ins Land zog. Zuvor hatte starker Regen auf den gefrorenen Böden fĂŒr gefĂ€hrlich glatte Straßen gesorgt. Noch am Montag war es zu etlichen UnfĂ€llen auf glatten Straßen gekommen. Bei Lichtenfels in Oberfranken etwa war es am Abend zu einer Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen gekommen, 13 Menschen wurden verletzt. Wenige Stunden zuvor starb bei einem schweren Unfall auf der A6 bei NĂŒrnberg ein Mensch in einem brennenden Auto. Ein Lkw war ins Schlingern geraten und mit dem Wagen zusammengestoßen.

In der Nacht war die A9 bei Bayreuth nach neun UnfĂ€llen in beide Richtungen vorĂŒbergehend voll gesperrt. Dabei gab es acht Leicht- und zwei Schwerverletzte. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. Alle Spuren waren vor dem Berufsverkehr wieder frei.

Verantwortlich fĂŒr die GlĂ€tte ist Tief "Gunda", das von Westen her zunĂ€chst Schnee und spĂ€ter Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert.

Notaufnahmen zuletzt extrem belastet

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm "Elli" vielerorts fĂŒr gefĂ€hrliche GlĂ€tte und zahlreiche UnfĂ€lle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch. "Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der "Rheinischen Post". "Wir haben eine große Zahl an FußgĂ€ngerunfĂ€llen gesehen - ĂŒberwiegend mit kleineren Verletzungen und BrĂŒchen, aber auch mit schweren VerkehrsunfĂ€llen durch glatte Straßen."

Am kĂ€ltesten war es in diesem Jahr laut vorlĂ€ufiger Daten des DWD in Oberstdorf im AllgĂ€u. Dort zeigte das Thermometer am 6. Januar eine Temperatur von minus 21,7 Grad an, wie es auf Nachfrage der dpa hieß.

@ dpa.de