NASA-Rover, Perseverance

NASA-Rover Perseverance fÀhrt erstmals KI-geplanten Kurs auf dem Mars

30.01.2026 - 23:30:12

Der Mars-Rover Perseverance absolvierte im Dezember 2025 eine Fahrt, deren Route vollstĂ€ndig von der KI Claude geplant wurde. Dies markiert einen Paradigmenwechsel fĂŒr autonome Weltraummissionen.

Ein KI-System des Unternehmens Anthropic hat den Weg für den NASA-Rover durch das gefährliche Jezero-Kratergelände geplant – ein Meilenstein für autonome Weltraummissionen.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat einen historischen Erfolg bei der Erkundung des Mars vermeldet. Der Rover Perseverance absolvierte im Dezember 2025 die ersten Fahrten auf dem Roten Planeten, deren Route vollständig von einer generativen Künstlichen Intelligenz (KI) geplant wurde. Die Technologie stammt vom KI-Unternehmen Anthropic und markiert einen Paradigmenwechsel für robotische Missionen im All.

KI navigiert durch steiniges Mars-Terrain

Anfang Dezember 2025 legte der autogroße Rover etwa 400 Meter im Jezero-Krater zurück. Das Gelände ist mit Felsen übersät und gilt als besonders anspruchsvoll. Bislang planten Ingenieure am Boden jede Bewegung minutiös anhand von Orbiter-Bildern. Die Kommunikation zwischen Erde und Mars dauert jedoch bis zu 20 Minuten pro Richtung – eine direkte Steuerung in Echtzeit ist unmöglich.

Für den Test nutzten Experten des Jet Propulsion Laboratory (JPL) das KI-Modell Claude von Anthropic. Die KI analysierte hochauflösende Geländedaten, identifizierte Gefahren wie tiefen Sand oder scharfkantige Felsen und erstellte einen sicheren Fahrplan mit Wegpunkten. Es ist das erste Mal, dass ein großes Sprachmodell einen Rover auf einem anderen Planeten navigiert.

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Verantwortungsvolle Integration neuer Technologien

Hinter dem Erfolg steckt eine sogenannte Vision-Language-Model-KI. Die JPL-Ingenieure fütterten das System mit umfangreichem Kontextwissen über die Mars-Mission. Claudes Code-Agent verarbeitete diese Daten und entwickelte Schritt für Schritt eine praktikable Route.

Bevor die Befehle die weite Strecke zum Mars zurücklegten, unterzog das Team den KI-Plan einem strengen Check. Mithilfe eines digitalen Zwillings des Rovers simulierten sie die Fahrt und prüften über 500.000 Telemetrie-Variablen. Erst nach dieser umfassenden Validierung erhielt die KI grünes Licht. Das Verfahren unterstreicht NASAs vorsichtigen und verantwortungsbewussten Umgang mit neuer Technologie.

Wegbereiter für tiefere Weltraummissionen

Der gelungene Test ist ein Wendepunkt für autonome Systeme in der Raumfahrt. Für Missionen in die Tiefen des Sonnensystems, wo Kommunikationsverzögerungen noch größer werden, sind solche Fähigkeiten unverzichtbar. KI kann große Datenmengen analysieren und schnelle Navigationsentscheidungen treffen – das steigert die Effizienz und den wissenschaftlichen Ertrag von Missionen erheblich.

Die Kooperation mit einem kommerziellen KI-Anbieter wie Anthropic zeigt zudem einen Trend: Raumfahrtbehörden arbeiten immer enger mit privaten Technologiefirmen zusammen. Diese Partnerschaften beschleunigen die Entwicklung autonomer Fähigkeiten, die nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf fremden Monden wie dem Saturnmond Titan zum Einsatz kommen könnten.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die erfolgreiche Demonstration öffnet die Tür für komplexere KI-Aufgaben. Künftig könnte die Künstliche Intelligenz nicht nur Routen planen, sondern auch bei der Datenanalyse, der Probenentnahme oder der Fehlererkennung helfen. NASA-Offizielle betonen, dass autonome Technologien Schlüssel sind, um in schwierigem Gelände effizienter zu operieren.

Der nächste Schritt wird wahrscheinlich sein, der KI mehr Autonomie für längere und anspruchsvollere Fahrten zu gewähren. Langfristig könnte sie sogar in die bordeigenen Navigationssysteme der Rover integriert werden. Eines ist klar: Die KI wird auf der weiteren Reise der Menschheit ins All ein unverzichtbarer Partner sein.

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