NASDAQ, Diamant-Signal

NASDAQ 100: Diamant-Signal alarmiert Charttechniker

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 09:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Charttechnisches Warnsignal im NASDAQ 100: Verlassen der Diamant-Formation deutet auf weitere Abwärtsbewegung hin.

NASDAQ 100: Diamant-Formation signalisiert drohende Kursverluste
Ein stilisiertes Diamantmuster aus leuchtenden Linien über einem unscharfen, fallenden Börsenchart, der auf technische Analyse hinweist. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der NASDAQ 100 hat charttechnisch ein Warnsignal ausgelöst, das Marktbeobachter aufhorchen lässt: Eine mehrwöchige Diamant-Formation wurde nach unten verlassen — ein Muster, das in der Vergangenheit oft weitere Kursverluste einleitete. Nach dem Rekordhoch bei 30.762 Punkten Anfang Juni rutschte der Index inzwischen unter die Marke von 29.000 Punkten.

Charttechnik zeigt nach unten

Vom 10. bis 17. Juli verlor der Index rund 4,1 Prozent — ein deutlicher Bruch nach dem starken Jahresauftakt. Kurzfristig rücken nun die Junitiefs bei 28.196 Punkten in den Fokus. Hält dieses Niveau nicht, wären Rückgänge bis 27.300 und schließlich 26.182 Punkte möglich, wo auch der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 26.533 Punkten eine erste Stabilisierung liefern könnte.

Damit sich das charttechnische Bild wieder aufhellt, müsste der Index nachhaltig über 30.000 Punkte zurückkehren. Erst dann würde sich der Blick wieder auf eine Fortsetzung Richtung 32.100 Punkte öffnen. Aktuell liefert die Kursstruktur dafür allerdings keine belastbaren Signale — die Bewegung zeigt vorerst konsequent nach unten.

Der Ausverkauf traf vor allem Technologie-, KI- und Halbleiterwerte besonders hart. Bemerkenswert dabei: Selbst starke Branchenzahlen konnten die Verkäufe zuletzt nicht stoppen. Der Philadelphia Semiconductor Index liegt inzwischen mehr als 20 Prozent unter seinem Juni-Hoch, ein Zeichen dafür, wie viel Wachstumsfantasie zuvor bereits eingepreist war.

Öl-Eskalation und Berichtssaison als Belastungstest

Verschärft wird die Nervosität durch die Zuspitzung zwischen den USA und Iran. Brent-Öl verteuerte sich binnen einer Woche um rund 15,9 Prozent und stieg zeitweise über 90 US-Dollar je Barrel — Sorgen um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus treiben den Preis. Steigende Energiekosten rücken damit wieder stärker in den Blick der Notenbanken, während parallel die US-Berichtssaison Fahrt aufnimmt.

Diese Woche legen unter anderem Alphabet, Tesla, IBM und Intel ihre Zahlen vor. Gerade bei den Cloud- und KI-Investitionen der Schwergewichte dürfte sich zeigen, ob die hohen Erwartungen an das laufende Jahr noch tragfähig sind. Bleibt die Diamant-Formation intakt und rutscht der Index unter 28.196 Punkte, wäre der Weg in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts bei rund 26.533 Punkten vorgezeichnet.

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