NASDAQ 100: Iranische LuftschlÀge schocken Tech
10.06.2026 - 16:45:02 | boerse-global.de
Der Waffenstillstand im Nahen Osten ist gebrochen. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers reagierte das amerikanische MilitÀr in der Nacht mit LuftschlÀgen gegen iranische Ziele. Die Folge: Ein geopolitischer Schock trifft auf nervöse FinanzmÀrkte. Der NASDAQ 100 steht massiv unter Druck.
Vorbörslich stĂŒrzten die Terminkontrakte auf den Technologieindex am Mittwoch um 1,3 Prozent ab. Bereits am Dienstag hatte das Barometer rund 1,1 Prozent eingebĂŒĂt. Parallel dazu treibt der Konflikt am Persischen Golf die Energiepreise nach oben. Die Sorte Brent sprang wieder ĂŒber die Marke von 91 US-Dollar pro Barrel.
Das heizt die ohnehin prĂ€sente Inflationsangst weiter an. Am Mittag stehen die US-Verbraucherpreise fĂŒr den Monat Mai an. Ăkonomen erwarten einen Anstieg der jĂ€hrlichen Teuerungsrate auf 4,2 Prozent. Das wĂ€re der höchste Wert seit ĂŒber drei Jahren. Zinssenkungen rĂŒcken damit in weite Ferne. Vielmehr preisen die MĂ€rkte mittlerweile eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank bis Dezember ein.
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Tech-Riesen unter Beschuss
Investoren flĂŒchten aus hoch bewerteten Wachstumsaktien. Besonders die Tech-Schwergewichte spĂŒren den Verkaufsdruck. Apple verlor am Dienstag 3,6 Prozent. Anleger reagierten enttĂ€uscht auf die jĂŒngsten KI-Updates des Konzerns. Tesla gab um drei Prozent nach. Microsoft verbuchte ein Minus von zwei Prozent.
Auch der Halbleitersektor wackelt bedenklich. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel am Dienstag um knapp zwei Prozent. Zwischenzeitlich war das Branchenbarometer sogar um ĂŒber acht Prozent eingebrochen. Schwache Prognosen von Broadcom und CrowdStrike belasteten die Stimmung zusĂ€tzlich. Lediglich Speicherchip-Hersteller wie Western Digital und Seagate Technology trotzen dem AbwĂ€rtstrend. Sie profitieren von einer anhaltend hohen Nachfrage.
Kritische Chartmarken im Fokus
Technisch steht der NASDAQ 100 an einem Wendepunkt. Der Index testet aktuell seine 200-Tage-Linie. FĂ€llt der Kurs unter das Dienstagstief von rund 28.227 Punkten, drohen weitere Verluste. Erholungsversuche dĂŒrften spĂ€testens im Bereich von 29.500 Punkten auf massiven Widerstand treffen.
Die NervositĂ€t bleibt hoch. Der Optionsmarkt preist fĂŒr die Veröffentlichung der Inflationsdaten erhebliche Schwankungen ein. Die Rendite der zehnjĂ€hrigen US-Staatsanleihen verharrt derweil bei 4,55 Prozent. Ein schwacher Start in den regulĂ€ren US-Handel gilt angesichts dieser Vorzeichen als ausgemacht.
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