NASDAQ 100, US-Tech-Aktien

NASDAQ 100 rutscht Richtung Korrektur: -1,88% und 8,7% unter Hoch - Tech-Skepsis vor Iran-Krieg drĂŒckt Index

23.03.2026 - 08:17:30 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 fiel am Freitag um 1,88 Prozent auf 23.898 Punkte und kratzte an der 10-Prozent-Korrekturgrenze. KI-Investitionen und Software-Aktien unter Druck, wĂ€hrend geopolitische Spannungen im Iran den Abverkauf verstĂ€rken - Relevanz fĂŒr DACH-Investoren in US-Tech-ETFs.

NASDAQ 100, US-Tech-Aktien, Korrektur - Foto: THN
NASDAQ 100, US-Tech-Aktien, Korrektur - Foto: THN

Der NASDAQ 100 Index hat am Freitag, den 20. MĂ€rz 2026, einen schweren Einbruch hingelegt. Mit einem Verlust von 457 Punkten oder 1,88 Prozent schloss er bei 23.898 Punkten. Der Index kratzte intraday an der Korrekturgrenze von 10 Prozent unter dem jĂŒngsten Allzeithoch, endete aber bei minus 8,7 Prozent.

Dieser Absturz markiert den stĂ€rksten Tagesverlust seit Wochen und signalisiert wachsende Skepsis gegenĂŒber US-Tech-Aktien. FĂŒr Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die stark in NASDAQ-100-ETFs wie den iShares Nasdaq 100 UCITS ETF investiert sind, bedeutet das unmittelbare Risiken fĂŒr Portfolios mit hohem Tech-Anteil.

Stand: 23. MĂ€rz 2026

Dr. Lukas Meier, Senior Tech-Markets-Analyst. Spezialist fĂŒr US-Wachstumsindizes und ihre Auswirkungen auf europĂ€ische Portfolios.

Was genau passierte: Der Freitags-Absturz im Detail

Der NASDAQ 100 VALOR 985336 / ISIN US6311011026 notierte zum Schluss bei 23.898,15 Punkten. Der RĂŒckgang von 457,12 Punkten entspricht exakt -1,88 Prozent. Intraday erreichte der Index Tiefs nahe der 10-Prozent-Marke unter dem Hoch vom Ende Januar.

Im Vergleich: Der S&P 500 verlor nur sieben Prozent vom Allzeithoch, der Russell 2000 bereits 10,9 Prozent. Die Tech-Lastigkeit des NASDAQ 100 macht ihn anfĂ€lliger fĂŒr sektorale Störungen. BestĂ€tigte Fakten zeigen, dass der Index vor dem Iran-Konflikt bereits schwĂ€chelte.

Geopolitik verstĂ€rkt den Druck: Berichte ĂŒber Angriffe im Iran-Kontext haben risikoscheue Positionen ausgelöst. Der NASDAQ 100, dominiert von Megacaps wie Nvidia, Apple und Microsoft, reagiert hier empfindlicher als breitere Indizes.

GrĂŒnde fĂŒr den Druck: KI-Investitionen und Software-Krise

Der Abverkauf begann vor dem Krieg im Iran. Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur stoßen auf Skepsis. Anleger zweifeln an den Renditen von Data-Center-Ausbau und GPU-Nachfrage.

ZusĂ€tzlich werden Software-Aktien abgestoßen. KI bedroht etablierte Modelle bei Firmen wie Adobe oder Salesforce. Diese Konzerne, stark im NASDAQ 100 gewichtet, verlieren an Boden, da generative KI traditionelle LizenzgeschĂ€fte kannibalisiert.

Interpretation: Der Sektorwechsel innerhalb Tech - von Software zu Hardware - fĂŒhrt nicht zu indexweitem Auftrieb, sondern zu Rotation und VolatilitĂ€t. Der NASDAQ 100 leidet, weil Hardware-Gewinner nicht alle Verlierer kompensieren.

Auswirkungen auf den NASDAQ 100: Von Hoch zu Korrekturrisiko

Mit minus 8,7 Prozent vom Rekordhoch steht der NASDAQ 100 kurz vor der formellen Korrektur. Historisch folgen auf solche Phasen oft Erholungen, aber aktuelle Trigger deuten auf anhaltenden Druck hin.

Futures auf den NASDAQ 100 notieren montags vor Handelsbeginn leicht tiefer, was auf Fortsetzung hindeutet. Die Konzentration auf Top-10-Werte (ĂŒber 50 Prozent Gewicht) macht den Index anfĂ€llig fĂŒr Nvidia- oder Broadcom-SchwĂ€chen.

Breadth-Analyse: Nicht broad-based. WĂ€hrend Semis leiden, rotieren MittelstĂ€ndler in Consumer und Biotech. GegenĂŒber S&P 500 underperformt der NASDAQ 100 klar, da Value-Sektoren stabiler sind.

Vergleich zu anderen US-Indizes: Warum NASDAQ 100 am stÀrksten leidet

S&P 500: Minus 7 Prozent - besser durch Diversifikation in Value und Energie. Dow Jones hÀlt sich noch stÀrker, profitiert von Industrie. Russell 2000 bereits in Korrektur bei -10,9 Prozent.

Der NASDAQ 100 underperformt, weil er 50 Prozent Tech-Gewicht hat. In Risiko-off-Phasen fliehen Investoren in defensive Sektoren. Das macht den Index zu Canary-im-Coalmine fĂŒr Wachstumssentiment.

FĂŒr DACH-Investoren relevant: EuropĂ€ische Tech wie ASML oder Infineon korrelieren hoch mit NASDAQ 100. Ein Absturz zieht TecDAX und Swiss Tech mit.

DACH-Perspektive: Risiken fĂŒr deutsche und schweizer Portfolios

In der DACH-Region halten Privatanleger ĂŒber 100 Milliarden Euro in NASDAQ-100-Produkten. ETFs wie Lyxor Nasdaq-100 UCITS oder Amundi Nasdaq 100 sehen AbflĂŒsse. Der Euro-Dollar-Kurs verstĂ€rkt Verluste bei USD-Denominierten Holdings.

Schweizer Investoren mit Fokus auf VAT Group oder TE Connectivity spĂŒren Read-across. Deutsche Sparkassen-Portfolios mit Tech-Tilt riskieren Drawdowns. ECB-Politik divergiert von Fed: Weniger Zinssenkungen in Europa belasten relative AttraktivitĂ€t von US-Tech.

Geopolitik trifft Europa hĂ€rter: Höhere Ölpreise durch Iran-Risiken pushen Inflation, drĂŒcken EZB-Margin. NASDAQ 100 als Proxy fĂŒr globales Risikoappetit relevant fĂŒr ATX und SMI.

Kurze Erholungschancen und Risiken vor Montag-Handel

Potenzielle Katalysatoren: Wochenstart-Daten zu US-Arbeitsmarkt könnten Fed-Erwartungen klĂ€ren. Treasury-Yields bei 4,2 Prozent drĂŒcken Growth-Valuations weiter.

Risiken: Eskalation im Iran treibt VIX ĂŒber 25. Analysten wie sunday-biotech sehen Kursziel 970 Punkte - massiver Abstiegspotenzial. Index-Änderungen am 23. MĂ€rz (S&P-ZuflĂŒsse fĂŒr Vertiv etc.) beachten.

Positioning: Reduzieren Sie Tech-Übergewichte. Diversifizieren in Europa oder defensives US-Value.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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