Nasdaq Composite, Ă–lpreise

Nasdaq Composite schlieĂźt mit 0,8-Prozent-Minus: Ă–lpreise und Inflation sorgen fĂĽr Druck auf Tech-Index

26.03.2026 - 08:14:00 | ad-hoc-news.de

Der Nasdaq Composite Index hat am Dienstag, den 25. März 2026, um 0,8 Prozent nachgegeben und bei 21.761,89 Punkten geschlossen. Steigende Ölpreise durch Nahost-Spannungen wecken Inflationsängste und belasten die techlastige Börse – Auswirkungen für europäische Investoren.

Nasdaq Composite,  Ă–lpreise,  Tech-Index - Foto: THN
Nasdaq Composite, Ă–lpreise, Tech-Index - Foto: THN

Der Nasdaq Composite hat am 25. März 2026 einen klaren Rückgang hingelegt. Der Index, der über 3.000 Aktien an der Nasdaq-Börse abbildet, fiel um 0,8 Prozent auf 21.761,89 Punkte. Dieser Verlust steht im Kontrast zu leichteren Einbußen beim Dow Jones und S&P 500 und unterstreicht die Vulnerabilität des Tech-sektors gegenüber makroökonomischen Risiken.

Stand: Donnerstag, 26. März 2026, 08:13 Uhr (Europe/Berlin)

Marktbewegungen im Ăśberblick

Der Nasdaq Composite, ein gewichteter Preisindex aller börsennotierten Aktien an der Nasdaq, schloss den Handelstag am Dienstag mit einem Verlust von rund 185 Punkten ab. Im Vergleich: Der S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 6.556,37 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average nur 0,2 Prozent einbüßte und bei 46.124,06 Punkten endete. Der Tech-Schwerpunkt des Nasdaq Composite machte ihn anfälliger für die aktuellen Unsicherheiten.

Innerhalb des Indexes zeichnete sich ein breiter Rückgang ab. Der Information Technology Select Sector SPDR (XLK), der einen großen Teil des Nasdaq ausmacht, fiel um 0,7 Prozent. Communication Services (XLC) und Real Estate (XLRE) verloren sogar 2,5 bzw. 0,8 Prozent. Im Gegensatz dazu stieg der Energy Select Sector SPDR (XLE) um 2,1 Prozent – ein klares Zeichen für eine Rotation hin zu Rohstoffwerten.

Steigende Ă–lpreise als Haupttreiber

Der dominante Auslöser für den Nasdaq-Rückgang waren explodierende Ölpreise. West Texas Intermediate (WTI) Crude notierte bei 92,4 Dollar pro Barrel, Brent Crude kletterte über 104,5 Dollar. Diese Rally folgte auf Eskalationen im Nahen Osten, die Lieferketten bedrohen und Inflationserwartungen anheizen.

Höhere Energiekosten wirken sich direkt auf den Nasdaq Composite aus, da der Index stark von energieintensiven Tech-Konzernen abhängt. Unternehmen wie NVIDIA, Apple oder Microsoft sehen steigende Betriebskosten, was Margen drückt und Bewertungen belastet. Die Fed signalisierte zudem nur eine Zinssenkung für 2026, was die Geldpolitik restriktiver macht und Wachstumsaktien benachteiligt.

Unterschiede zu anderen US-Indizes

Im Gegensatz zum breiteren S&P 500, der sieben von elf Sektoren positiv abschloss, litt der Nasdaq Composite unter der Tech-Schwäche. Der Dow, mit seinem Fokus auf Value-Aktien, hielt sich besser. Der Nasdaq-100, ein Subindex mit den 100 größten Nicht-Finanzwerten, zeigte ähnliche Verluste, bleibt aber kein Proxy für den gesamten Composite.

Der VIX, der Angstindex, stieg um 3,1 Prozent auf 26,95 Punkte. Am Nasdaq wurden 47 neue 52-Wochen-Hochs und 186 neue Tiefs notiert – ein Warnsignal für die Tech-Dominanz.

Auswirkungen auf europäische Investoren

Für Anleger in Europa und der DACH-Region hat der Nasdaq-Druck unmittelbare Relevanz. Viele deutsche Privatanleger halten Nasdaq-linked ETFs wie den iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (ISIN: IE00B53SZB19), die vom Composite-Momentum profitieren oder leiden. Der gestrige Rückgang spiegelt sich in Preisen wider, etwa im vorbörsliche Nasdaq-100-Futures, die als Proxy dienen.

Die Inflation durch Ölpreise könnte die EZB-Politik beeinflussen und europäische Renditen anheben, was den Transatlantik-Spillover verstärkt. DAX und Euro Stoxx 50 folgten tendenziell, mit Tech-Werten wie Infineon oder ASML unter Druck.

Technische Analyse des Nasdaq Composite

Der Index testet nun die 21.600-Punkte-Marke, ein wichtiges Support-Level aus dem März-Tief. Vom Jahreshoch bei über 22.500 Punkten ist der Abstand gewachsen. Volumen lag bei 17,94 Milliarden Aktien, unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 20,72 Milliarden – ein Hinweis auf nachlassendes Interesse.

Optionspositioning zeigt steigende Put-Volumina im Tech-Bereich, was auf Hedging hinweist. Futures auf den Nasdaq-100 (CME) deuten für den 26. März leichte Erholung an, sind aber kein direkter Composite-Proxy.

Fundamentale Risiken und Chancen

Die Ölpreisrally nährt Inflationssorgen, die die Fed von Zinssenkungen abhalten könnten. Salesforce (CRM), ein Dow-Komponent, fiel um 6,2 Prozent und zog Tech mit. Im Nasdaq-Composite dominieren ähnliche CRM-ähnliche Werte.

Chancen ergeben sich in Energy- und Value-Rotation. Langfristig bleibt der Nasdaq durch AI und Semiconductors attraktiv, doch kurzfristig dominieren Makro-Risiken.

Ausblick und nächste Katalysatoren

Nächste PCE-Inflationsdaten und Fed-Minutes könnten den Kurs bestimmen. Ölpreise bleiben volatil durch Geopolitik. Europäische Investoren sollten Diversifikation prüfen, z.B. via UCITS-ETFs.

Der Nasdaq Composite bleibt ein Barometer für Tech-Risikoappetit, mit potenzieller Volatilität vor der Fed-Entscheidung.

WeiterfĂĽhrende Quellen

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, ETFs und Finanzinstrumente sind volatil.

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