Nato, Geld

Nato hofft auf mehr Geld fĂŒr US-Waffen an die Ukraine

15.10.2025 - 09:20:33

Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte geht davon aus, dass europĂ€ische Alliierten weitere US-Waffenlieferungen fĂŒr die Ukraine finanzieren.

Über die im August gestartete Purl-Initiative seien von LĂ€ndern wie Deutschland bereits zwei Milliarden Euro zugesagt, sagte Rutte bei einem Verteidigungsministertreffen in BrĂŒssel. Es gebe nun aber Grund zur Annahme, dass noch viele weitere LĂ€nder mitmachen.

Es gehe darum, der Ukraine unter anderem Luftverteidigungssysteme und Abfangraketen zur VerfĂŒgung zu stellen, erklĂ€rte Rutte. Diese seien von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass die ukrainische Zivilbevölkerung und die kritische Infrastruktur so gut wie möglich vor dem anhaltenden russischen Angriff geschĂŒtzt werden könne.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Ă€ußerte sich Ă€hnlich. "Unsere Erwartung ist, dass noch mehr LĂ€nder noch mehr geben und noch mehr einkaufen, um die Ukraine dabei zu unterstĂŒtzen, diesen Konflikt zu einem friedlichen Ende zu bringen", sagte er. Von US-PrĂ€sident Donald Trump lerne man, wie "Frieden durch StĂ€rke" funktioniere. Frieden erreiche man nicht durch starke Worte oder erhobene Zeigefinger, sondern wenn man ĂŒber starke und tatsĂ€chliche FĂ€higkeiten verfĂŒge, die von den Gegnern respektiert wĂŒrden.

Trump will die EuropÀer zahlen lassen

Die sogenannte Purl-Initiative sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europĂ€ischen VerbĂŒndeten und Kanada verkauft werden - und diese sie dann der Ukraine zur VerfĂŒgung stellen. Purl steht dabei fĂŒr "Prioritised Ukraine Requirements List" (Purl). Auf Deutsch bedeutet das etwa: Priorisierte Bedarfsliste fĂŒr die Ukraine.

Die Initiative war gestartet worden, um Forderungen von US-PrĂ€sident Trump nachzukommen. Dieser ist der Ansicht, dass die USA in der Vergangenheit einen deutlichen zu großen Anteil an der Ukraine-UnterstĂŒtzung hatten und will nun, dass die anderen Alliierten fĂŒr weitere US-MilitĂ€rhilfen zahlen. Neben Deutschland beteiligen sich bislang die Niederlande, Kanada sowie DĂ€nemark, Norwegen und Schweden an der Initiative.

Zu der Diskussion ĂŒber die mögliche Lieferung von weitreichenden US-Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine wollte sich Rutte nicht nĂ€her Ă€ußern. "Dabei handelt es sich um eine bilaterale Frage", sagte er. Dies stehe heute nicht auf der Tagesordnung.

@ dpa.de