Nato-GeneralsekretÀr: Warum sollten wir auf Russland hören?
04.09.2025 - 11:29:24Der NiederlĂ€nder machte kurz vor neuen Beratungen europĂ€ischer UnterstĂŒtzer der Ukraine deutlich, dass es aus seiner Sicht keine Rolle spielt, dass Moskau eine solche TruppenprĂ€senz ablehnt. "Warum sollten wir uns dafĂŒr interessieren, was Russland ĂŒber Truppen in der Ukraine denkt?", fragte er rhetorisch bei einer Veranstaltung des International Institute for Strategic Studies (IISS) in Prag. Die Ukraine sei ein souverĂ€nes Land. Und es sei nicht an Russland, ĂŒber eine TruppenprĂ€senz zu entscheiden.
In Paris beraten heute europĂ€ische UnterstĂŒtzer der Ukraine, die sogenannte Koalition der Willigen, wie die Sicherheit des von Russland angegriffenen Landes nach einem möglichen Kriegsende gewĂ€hrleistet werden kann. Dabei geht es um die StĂ€rkung der ukrainischen Armee, aber auch um politische und militĂ€rische Zusagen fĂŒr den Fall einer erneuten russischen Aggression.
Eine TruppenprĂ€senz europĂ€ischer Nato-Staaten in der Ukraine könnte nach Angaben aus MilitĂ€rkreisen vor allem ein groĂangelegter Ausbildungseinsatz sein. Demnach geht es nicht um eine Friedenstruppe im klassischen Sinn.
In Deutschland hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zuletzt zurĂŒckhaltend zum Thema geĂ€uĂert. Merz sagte zuletzt, dass es in der Bundesrepublik keine konkreten PlĂ€ne fĂŒr einen MilitĂ€reinsatz gebe. Ăber langfristige Sicherheitsgarantien könne erst entschieden werden, wenn es einen Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen gebe.

