NEOintralogistics, Düsseldorfer

NEOintralogistics: Düsseldorfer Startup sammelt 3 Millionen Euro für Roboter-Miete

22.01.2026 - 21:07:12

Das Startup NEOintralogistics sichert sich 3 Mio. Euro, um mit einem flexiblen Pay-per-Pick-Modell die Automatisierung für mittelständische Lager erschwinglich zu machen.

Ein deutsches Startup will mit einem Mietmodell die Automatisierung von Lagern für Mittelständler erschwinglich machen. Das Düsseldorfer Unternehmen NEOintralogistics hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von drei Millionen Euro eingeworben. Geführt wurde die Runde vom Amadeus APEX Technology Fund unter Beteiligung der Cetus Holding. Das Geld soll den Wachstumskurs des Unternehmens beschleunigen, das mit seinem Robotics-as-a-Service (RaaS)-Ansatz die Logistikbranche aufrütteln will.

Pay-per-Pick: Automatisierung ohne hohe Investition

Die größte Hürde für die Automatisierung von Lagern sind die hohen Anschaffungskosten. Studien zufolge arbeiten bis zu 80 Prozent aller Lagerhäuser weltweit noch manuell. NEOintralogistics setzt hier mit einem disruptiven Geschäftsmodell an: Statt teurer Roboter-Käufe bietet das Startup ein flexibles „Pay-per-Pick“-Modell an. Kunden zahlen nur für die tatsächlich geleisteten Kommissioniervorgänge.

„Unser Ziel ist es, die Kosten- und Komplexitätshürden abzubauen, die Automatisierung für viele Unternehmen unerreichbar gemacht haben“, erklärt Mitgründer Michael Drodofsky. Dieser Ansatz wandelt die Automatisierung von einer Kapitalinvestition (CapEx) in eine operative Ausgabe (OpEx) um. Damit wird der Zugang zu moderner Robotik auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) möglich, die bisher mit großen, finanzstarken Konkurrenten nicht mithalten konnten.

Schnelle Integration in bestehende Lager

Ein weiterer Vorteil des Systems ist seine schnelle Implementierung. Die modularen Roboter sind so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende Lagerinfrastrukturen integrieren lassen – ohne aufwendige Umbauten. Während klassische Automatisierungsprojekte oft Monate oder Jahre dauern, soll die Einrichtung bei NEOintralogistics nur sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

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Der Effizienzgewinn ist erheblich: Der Bedarf an manueller Arbeit in den Kommissionierprozessen soll um bis zu 70 Prozent sinken. Ein entscheidender Vorteil in Zeiten des anhaltenden Fachkräftemangels. Für seine Komplettlösung arbeitet das Startup bereits mit etablierten Partnern wie dem Robotik-Spezialisten Magazino (zu Jungheinrich gehörend), dem Paketdienstleister GLS und dem Lagereinrichtungshersteller BITO zusammen.

Investoren setzen auf RaaS-Trend

Die Finanzierung spiegelt das Vertrauen der Investoren in einen dringenden Marktbedarf wider. „Das Startup hat eine skalierbare Lösung entwickelt, indem es die großen Hürden Kapitalinvestition und komplexe Integration durch ein wiederkehrendes RaaS-Modell ersetzt“, sagt Tim Hos, Associate bei APEX Ventures. Dieser Shift könne die wirtschaftlichen Grundlagen der Intralogistik neu definieren.

Die Investition ist Teil eines größeren Trends: Venture-Kapitalgeber zeigen verstärktes Interesse an europäischer Robotik und Automatisierung. Angetrieben durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz (KI) und den anhaltenden Druck, Lieferketten resilienter und effizienter zu gestalten, fließt Kapital in skalierbare Lösungen. Deutschland bleibt mit seiner starken industriellen Basis ein wichtiger Hub für diese Innovationen.

Ausblick: Skalierung und internationale Expansion

Mit frischem Kapital und einem validierten Geschäftsmodell steht NEOintralogistics vor einer Wachstumsphase. Der Fokus liegt nun darauf, die kommerziellen Operationen in Deutschland auszubauen und die internationale Expansion vorzubereiten. Parallel sollen Forschung und Entwicklung weiter vorangetrieben werden, um die Roboter- und Softwareplattform zu verfeinern.

Kann das Mietmodell in der Logistik Schule machen? Der Erfolg von NEOintralogistics könnte beweisen, dass hochentwickelte Automatisierung nicht nur den großen Playern vorbehalten ist. Sollte sich das Pay-per-Pick-Modell durchsetzen, könnte es einen neuen Standard setzen – für effizientere und widerstandsfähigere globale Lieferketten.

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