Nestle-Chef, Schulden

Nestle-Chef will Schulden ohne L'Oréal-Verkauf abbauen

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 07:28 Uhr | dpa.de

Nestlé CH0038863350 will seine Verschuldung nach Aussagen von Konzernchef Philipp Navratil mit VerkÀufen von RandaktivitÀten und aus eigener Kraft reduzieren.

Ein Verkauf der milliardenschweren Beteiligung am Kosmetikkonzern L'Oréal FR0000120321 kommt trotz des Potenzials zum Schuldenabbau aber vorerst nicht infrage, wie Navratil im Interview mit dem Finanzportal "The Market" (online am Freitag) erklÀrte.

"Klar, wir mĂŒssen unsere Verschuldung reduzieren", sagte Navratil. Mit dem Verkauf des WassergeschĂ€fts oder auch mit kleineren VerĂ€ußerungen wie jener von Blue Bottle Coffee arbeite man auf dieses Ziel hin.

Das VerhÀltnis von Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle "etwa in der Mitte zwischen 2 und 3 liegen", so der Nestlé-Chef. Per Ende 2025 lag das VerhÀltnis bei gegen 2,85. Absolut wies Nestlé Ende Juni eine Nettoverschuldung von 56,3 Milliarden Franken aus. Vor einem Jahr lag der Betrag bei 60 Milliarden.

Einen Verkauf der rund 20-prozentigen Beteiligung an L'OrĂ©al schließt der Konzernchef jedoch aus. Zwar "könnte man theoretisch die Schulden deutlich reduzieren", rĂ€umte Navratil ein. "Aber es wĂ€re eine AbkĂŒrzung." Stattdessen wolle NestlĂ© "unsere Hausaufgaben" machen und "die Verschuldung organisch herunterzubringen und dabei auch das Portfolio und den Konzern besser aufzustellen". L'OrĂ©al bleibe "eine finanzielle Beteiligung und wir sind glĂŒckliche AktionĂ€re".

Bei der Kapitalallokation setzt NestlĂ© klare PrioritĂ€ten. "Die höchste PrioritĂ€t" hĂ€tten Investitionen in organisches Wachstum, danach folgten die Dividende und der Schuldenabbau. Übernahmen und AktienrĂŒckkĂ€ufe hĂ€tten dagegen derzeit keine PrioritĂ€t.

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