Nestle, WassergeschÀft

Nestle gliedert WassergeschÀft in Joint Venture aus

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 07:06 Uhr | dpa.de

NestlĂ© hat eine Lösung fĂŒr sein WassergeschĂ€ft gefunden: Der Nahrungsmittelriese bildet dafĂŒr ein Gemeinschaftsunternehmen namens Peranel mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity.

Sitz ist Paris. Der Deal bewertet das GeschÀft mit Marken wie Perrier und San Pellegrino mit 4,9 Milliarden Euro beziehungsweise 4,5 Milliarden Franken.

Beide Partner werden je die HĂ€lfte an dem Joint Venture halten. Mit dem Teilverkauf nimmt NestlĂ© 2,8 Milliarden Franken ein, wie der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Transaktion ist keine Überraschung: NestlĂ© hatte bereits 2024 angekĂŒndigt, sich vom WassergeschĂ€ft trennen zu wollen. Die Sparte wurde im vergangenen Jahr organisatorisch ausgegliedert, Anfang 2026 bestĂ€tigte der Konzern den laufenden Verkaufsprozess. Am Vorabend hatte die "Financial Times" bereits berichtet, ein Deal mit Platinum Equity stehe kurz bevor.

Die Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt von Mitarbeiter-Konsultationsprozessen sowie regulatorischen Genehmigungen und soll bis im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein, hieß es.

Das WassergeschÀft war schon lÀnger ein Sorgenkind von Nestlé. Belastet wird das GeschÀft unter anderem durch den Skandal um unzulÀssige Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich. Das Wassersegment steuerte im vergangenen Jahr rund 3,5 Milliarden Franken oder knapp 4 Prozent zum Konzernumsatz bei.

Die Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen ist Teil des Konzernumbaus unter dem neuen NestlĂ©-Chef Philipp Navratil. NestlĂ© will sich auf weniger GeschĂ€ftsfelder konzentrieren und sucht auch einen KĂ€ufer fĂŒr Teile seines Vitamin- und NahrungsergĂ€nzungsgeschĂ€fts.

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