Neue Verhandlungen zum Deutschlandticket am 18. September
11.09.2025 - 11:01:53An der Sonderverkehrsministerkonferenz in MĂŒnchen wird aber Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (SPD) nicht teilnehmen, da er wegen der Haushaltsabstimmung in Berlin gebunden ist. Dem Vernehmen nach werden die LĂ€nder bei der Konferenz einen neuen Vorschlag zur Finanzierung des Tickets vorlegen.
Milliardenschwere FinanzierungslĂŒcke
Knackpunkt bei Verhandlungen zwischen Bund und LĂ€ndern ist die Frage, wie erwartete Mehrkosten fĂŒr die Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen - ĂŒber die 3 Milliarden Euro hinaus, die Bund und LĂ€nder bereitstellen. BranchenverbĂ€nde wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sowie der StĂ€dtetag sprechen von einer absehbaren FinanzierungslĂŒcke.
Droht eine erneute Preissteigerung?
Sowohl der Bund als auch viele LĂ€nder verweisen auf eine angespannte Haushaltslage. Viele LĂ€nder fordern, der Bund solle die Mehrkosten alleine ĂŒbernehmen, das lehnt dieser ab. Verhandelt wird auch darĂŒber, ob es ab 2026 zu einem dauerhaften Preismechanismus kommt - der nach bestimmten Kriterien jĂ€hrliche, moderate Preissteigerungen des Tickets fĂŒr Nutzer vorsieht. Sollten sich Bund und LĂ€nder nicht ĂŒber eine auskömmliche Finanzierung einigen, droht eine erneute Preissteigerung. Aktuell kostet das Ticket 58 Euro - bei der EinfĂŒhrung waren es nur 49 Euro.
Anfang August hatte das Bundeskabinett eine GesetzesÀnderung auf den Weg gebracht, nach der sich der Bund auch 2026 mit 1,5 Milliarden Euro an der Finanzierung des Tickets beteiligt. Unklar bleibt aber, wie erwartete Mehrkosten von Bund und LÀndern ausgeglichen werden sollen.
Koalitionsvertrag sieht eigentlich stabilen Preis vor
Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist eigentlich zugesagt, dass der Preis erst einmal stabil bleibt. Ab 2029 soll der Anteil der Nutzerfinanzierung "schrittweise und sozialvertrÀglich" erhöht werden. Nach Branchenangaben setzt sich die Finanzierung des Tickets bisher aus den Fahrgeldeinnahmen und den Ausgleichsleistungen des Bundes und der LÀnder jeweils hÀlftig zusammen.

