Niedersachsens Gesundheitsminister: Zuckerabgabe ist ĂŒberfĂ€llig
Veröffentlicht am: 29.04.2026 um 08:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin hoher Zuckerkonsum könne langfristig zu chronischen Erkrankungen wie Diabetes fĂŒhren, sagte der SPD-Politiker.
Deutschland habe 1993 die Zuckersteuer abgeschafft, seit 2015 gebe es Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zur Verringerung des Zuckeranteils in Softdrinks. Das sei "aus gesundheitspolitischer Sicht nicht ausreichend", meint Philippi. Eine Zuckersteuer - wie es sie in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern bereits gebe - oder eine Zuckerabgabe sei daher ĂŒberfĂ€llig.
Philippi wies darauf hin, dass Zucker hĂ€ufig unbewusst konsumiert werde - etwa in GetrĂ€nken oder verarbeiteten Produkten. Vor allem Kinder und Jugendliche hĂ€tten kein GefĂŒhl mehr fĂŒr die konsumierte Zuckermenge.
Nach den PlĂ€nen der Bundesregierung soll ab 2028 eine Abgabe auf zuckergesĂŒĂte GetrĂ€nke eingefĂŒhrt werden. Damit sollen jĂ€hrlich etwa 450 Millionen Euro eingenommen und zugunsten der Krankenversicherung verwendet werden.
Hintergrund sind Empfehlungen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission: Die Experten schlugen unter anderem vor, eine gestaffelte Steuer auf zuckergesĂŒĂte ErfrischungsgetrĂ€nke einzufĂŒhren. VerbraucherschĂŒtzer und Ărzte werben schon seit langem fĂŒr eine Zuckersteuer als Anreiz fĂŒr eine gesĂŒndere ErnĂ€hrung.
