Hannoveraner MinisterprĂ€sident Lies fĂŒr Abkehr vom Verbrenner-Aus
14.09.2025 - 19:28:24Das Ziel, ab diesem Zeitpunkt nur noch reine Elektroautos zuzulassen, sei "leider unrealistisch", heiĂt es in einem Papier des Regierungschefs, ĂŒber das das Magazin "Politico" zuerst berichtete. Verbrenner - insbesondere Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit sogenanntem Range-Extender - mĂŒssten auch nach 2035 zugelassen werden können. Lies ist als niedersĂ€chsischer Regierungschef auch Mitglied des Aufsichtsrates im Volkswagen DE0007664039-Konzern.
Das Dokument mit dem Titel "Zukunftspakt MobilitĂ€t 2035 - mit neuem RealitĂ€tssinn zur klimaneutralen MobilitĂ€t" wurde nach Angaben von "Politico" in Abstimmung mit der saarlĂ€ndischen Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) erarbeitet. Es sieht vor, dass Autos mit synthetischen und biogenen Kraftstoffen auch ĂŒber 2035 hinaus neu zugelassen werden dĂŒrfen. Diese Kraftstoffe sollten dem ĂŒblichen Treibstoff zunehmend beigemischt werden.
Zur Kontrolle des steigenden Anteils erneuerbarer Kraftstoffe schlĂ€gt Lies ein jĂ€hrliches Monitoring vor. Zudem könne ĂŒber die Mineralölsteuer eine Preissteuerung erfolgen. Auf europĂ€ischer Ebene fordert der SPD-Politiker eine gemeinsame deutsche Position, um das Aus fĂŒr Verbrenner in der EU zu verhindern. Denkbar sei ein "Gleitpfad" fĂŒr die Flottengrenzwerte.
Um die ElektromobilitĂ€t attraktiver zu machen, spricht sich Lies zugleich fĂŒr einen verstĂ€rkten Ausbau der Ladeinfrastruktur, gĂŒnstige Batterien und niedrigere Strompreise aus. Zudem schlĂ€gt er Sozialprogramme zum Leasing von E-Autos vor. FĂŒr neue und gebrauchte Elektrofahrzeuge solle die Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent gesenkt werden.

