Wo in Deutschland mehr und wo weniger Menschen arbeiten
21.10.2025 - 14:24:06Die drei bilden die Extreme in einer frisch veröffentlichten Ăbersicht der Statistischen Ămter der LĂ€nder und des Bundes.
WÀhrend die Zahl der ErwerbstÀtigen in Hamburg 2024 um 0,8 Prozent auf 1,36 Millionen zulegte, sank sie im Saarland und Mecklenburg-Vorpommern um je 0,9 Prozent auf 521.800 beziehungsweise 752.200. Bundesweit ging es - allen Krisen zum Trotz - um 0,1 Prozent auf 45,99 Millionen nach oben.
Die VerĂ€nderungen und Unterschiede gehen dabei nicht nur auf Schwankungen der lokalen ArbeitsmĂ€rkte zurĂŒck. Vielmehr spielen auch Wanderungsbewegungen, die demografische Entwicklung, verbesserte Kinderbetreuungsangebote oder ZuwĂ€chse bei der Teilzeit eine Rolle.
Zehn LÀnder mit ZuwÀchsen
Deutliche ZuwĂ€chse bei der Zahl der ErwerbstĂ€tigen gab es neben Hamburg noch in Hessen mit plus 0,5 Prozent. Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein kamen auf einen Anstieg von je 0,3 Prozent, Bremen auf 0,2 Prozent. Baden-WĂŒrttemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg lagen mit je 0,1 im Bundesschnitt.
Nach unten ging es auĂer im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern auch in ThĂŒringen mit 0,8 Prozent, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit je 0,3 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 0,1 Prozent RĂŒckgang.
Mehr als 40 Prozent Plus in 20 Jahren
Die aktuellen Entwicklungen mögen klein sein, blickt man in den Zahlen um 20 Jahre zurĂŒck, ergeben sich aber teils sehr groĂe Unterschiede. Ganz vorn liegt dabei Berlin, wo die Zahl der ErwerbstĂ€tigen den Zahlen zufolge vergangenes Jahr um mehr als 40 Prozent höher lag als noch 2004. Die Hauptstadt hat in dieser Zeit aber auch Hunderttausende Einwohner hinzugewonnen.
Platz zwei in der 20-Jahres-Entwicklung geht an Hamburg mit einem Zuwachs von 30 Prozent. Auch hier dĂŒrfte ein Wachstum der Bevölkerung zumindest einen Teil des Anstiegs erklĂ€ren. Das gilt auch fĂŒr Bayern, das mit 23 Prozent Plus auf Platz drei liegt und von allen FlĂ€chenlĂ€ndern am besten abschneidet.
Auf 20-Jahres-Sicht am schwĂ€chsten sieht es in Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen mit leichten RĂŒckgĂ€ngen aus. Beide haben in diesem Zeitraum aber auch an Bevölkerung verloren.

