NN Group, NL0010773842

NN Group N.V.-Aktie (NL0010773842): Bewertung und Fundamentaldaten im Fokus

16.06.2026 - 14:18:06 | ad-hoc-news.de

Die NN Group-Aktie zeigt sich aktuell ohne starken Kurstreiber. Damit rückt an diesem Freitag die Bewertung des niederländischen Versicherungskonzerns mit seinen Fundamentaldaten, Kapitalrückflüssen und Dividendenmerkmalen in den Mittelpunkt.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Märkte & Bewertung. Vor der Veröffentlichung am 16.06.2026, 14:16:16 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Die Aktie von NN Group N.V. steht heute weniger wegen eines einzelnen News-Ereignisses, sondern vor allem aufgrund ihrer Bewertung und Ertragsbasis im Blick. Der niederländische Versicherer zählt zu den größeren Finanzkonzernen in den Benelux-Ländern und ist mit Lebensversicherung, Schaden/Unfall sowie Vermögensverwaltung in mehreren europäischen Märkten aktiv. Für Anleger ist neben dem Geschäftsmodell insbesondere interessant, wie solide der Konzern finanziert ist, welche Ertragskraft die jüngsten Zahlen belegen und welche Rolle Dividenden sowie Aktienrückkäufe im Renditeprofil spielen.

Fundamentale Ausgangslage der NN Group-Aktie

NN Group ist aus der früheren Versicherungs- und Asset-Management-Sparte der ING hervorgegangen und tritt seit dem Börsengang als eigenständiger Finanzdienstleister auf. Der Konzern bündelt sein Geschäft im Wesentlichen in den Segmenten Lebensversicherung, Nichtleben (Schaden/Unfall), Bankaktivitäten sowie Asset Management. Damit deckt das Unternehmen eine breite Palette klassischer Versicherungs- und Anlageprodukte ab, die von langfristigen Altersvorsorgeverträgen über Risikoschutz bis hin zu Investmentfonds reichen. Das Geschäftsmodell ist stark kapitalintensiv, zugleich aber von wiederkehrenden Prämien- und Gebührenströmen geprägt.

Bei Versicherern wie NN Group rücken in der fundamentalen Betrachtung insbesondere drei Kennziffern in den Vordergrund: erstens das operative Ergebnis aus laufendem Geschäft, zweitens die aufsichtsrechtliche Solvenzquote und drittens das Verhältnis von Ausschüttungen zum erwirtschafteten Gewinn. Das operative Ergebnis gibt Aufschluss darüber, wie profitabel das Versicherungsgeschäft abseits von Sonder- und Kapitalmarkteffekten läuft. Die Solvenzquote wiederum zeigt, in welchem Umfang der Konzern regulatorische Kapitalanforderungen übererfüllt. Hohe Quoten unterstreichen in der Regel Stabilität, binden aber Kapital, das nicht für Dividenden oder Rückkäufe zur Verfügung steht. Schließlich bestimmt die Ausschüttungspolitik, wie viel der Erträge bei den Aktionären landet.

Die Berichterstattung von NN Group ist zudem durch die seit einigen Jahren geltende IFRS 17/IFRS 9-Rechnungslegung geprägt, die die Erfassung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten neu ordnet. Dadurch können sich Ergebnisgrößen im Vergleich zur früheren Bilanzierung deutlich unterscheiden, ohne dass sich das zugrunde liegende Geschäft fundamental ändert. Für Anleger ist daher wichtig, neben ausgewiesenen Nettogewinnen insbesondere die operativen Kennzahlen und die Entwicklung der Solvenzkapitalposition zu verfolgen. NN Group stellt hierzu auf der eigenen Investor-Relations-Seite detaillierte Quartals- und Jahresberichte bereit, in denen die Effekte der Rechnungslegungsumstellung erläutert werden.

Ein weiteres Merkmal des Geschäftsmodells ist die geografische Diversifikation. NN Group generiert einen Großteil seiner Prämieneinnahmen im Heimatmarkt Niederlande, ist aber ebenso in anderen europäischen Ländern aktiv. Dazu zählen etwa Mittel- und Osteuropa, wo der Konzern verschiedene Versicherungsplattformen unterhält, sowie internationale Asset-Management-Mandate. Diese Streuung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Volkswirtschaften, bringt aber zugleich unterschiedliche regulatorische Anforderungen und Wettbewerbsbedingungen mit sich. Für das Risiko-Ertrags-Profil spielt deshalb die regionale Struktur eine wichtige Rolle.

Im kapitalmarktnahen Versicherungs- und Asset-Management-Geschäft ist die Zinslandschaft ein zentraler Einflussfaktor. Steigende Zinsen können auf der einen Seite die laufenden Erträge aus Neuanlagen erhöhen, auf der anderen Seite kurzfristig zu Bewertungsveränderungen in den Beständen führen. NN Group muss wie andere Versichere die Duration ihrer Verpflichtungen und Anlagen steuern, um Zinsänderungsrisiken zu begrenzen. In den Investor-Relations-Unterlagen finden sich hierzu Angaben zur Asset-Allokation, dem Anteil festverzinslicher Wertpapiere, Immobilien und alternativer Anlagen sowie zur Absicherung von Markt- und Zinsrisiken.

Kapitalausstattung, Solvenz und Ausschüttungspolitik

Für die Einordnung der Bewertung von Versicherern ist die Solvenzkapitalausstattung ein zentrales Element. NN Group berichtet regelmäßig über ihre Solvency-II-Quote, bei der das verfügbare Eigenmittelkapital ins Verhältnis zu den regulatorisch geforderten Kapitalanforderungen gesetzt wird. Eine Quote deutlich über 100 Prozent signalisiert, dass der Konzern mehr Eigenmittel hält, als die Aufsicht mindestens verlangt. In der Praxis gelten Werte im Bereich deutlich oberhalb dieser Schwelle als Puffer, mit dem Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe finanziert werden können, ohne die regulatorische Stabilität zu gefährden.

Die Ausschüttungspolitik von NN Group verbindet in der Regel eine laufende Dividende mit potenziellen zusätzlichen Kapitalrückflüssen. Die laufende Dividende spiegelt dabei die Ertragskraft des Versicherungs- und Asset-Management-Geschäfts wider, während Sonderausschüttungen oder Aktienrückkäufe typischerweise dann auf die Agenda kommen, wenn die Solvenzquote sich über einem vom Management definierten Zielkorridor bewegt. In den vergangenen Jahren haben viele europäische Versicherer angestrebt, überschüssiges Kapital möglichst effizient an ihre Investoren weiterzureichen, und NN Group reiht sich mit kommunizierten Kapitalrückführungszielen in diesen Trend ein.

Durch die Kombination aus laufender Dividende und möglichen zusätzlichen Rückkäufen weisen Versicherungsaktien häufig einen nennenswerten Anteil der Gesamtrendite in Form von Cashflows aus. Für einkommensorientierte Anleger ist daher das Dividendenprofil ein wesentlicher Aspekt der Bewertung. Die vom Management kommunizierte Dividend politique knüpft meist an ein bestimmtes Pay-out-Verhältnis, also den Anteil des freien Cashflows oder Nettogewinns an, der an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Insbesondere bei Unternehmen mit stabilen Prämienströmen und soliden Kapitalpuffern kann dies die Attraktivität der Aktie gegenüber anderen Finanzwerten erhöhen.

Versicherer müssen allerdings auch Markt- und Katastrophenrisiken berücksichtigen, die kurzfristig zu Schwankungen in den Schadenquoten und damit in der Ertragslage führen können. NN Group verweist in ihren Berichten auf entsprechende Risiko-Management-Systeme, Stresstests und Rückversicherungsprogramme, die darauf abzielen, die Volatilität der Ergebnisse zu begrenzen. Für Anleger ist relevant, in welchem Umfang Großschäden oder Marktverwerfungen die Solvenzquote und damit die Ausschüttungsfähigkeit des Konzerns beeinträchtigen könnten. Ein konservatives Risikoprofil kann sich langfristig stabilisierend auswirken, begrenzt aber möglicherweise auch die kurzfristig erzielbaren Renditen.

Die Kapitalallokation zwischen den verschiedenen Geschäftssegmenten spielt eine weitere Rolle. NN Group verteilt ihr verfügbare Eigenkapital auf Lebensversicherung, Schaden/Unfall, Bankgeschäft und Asset Management, abhängig von regulatorischen Anforderungen, erwarteter Eigenkapitalrendite und Wachstumsperspektiven. Entscheidungen über Desinvestitionen, Zukäufe oder Portfolioanpassungen können dabei maßgeblichen Einfluss auf die mittelfristige Ertragslage haben. In den vergangenen Jahren hatten mehrere europäische Versicherer Portfolios gestrafft, Randaktivitäten verkauft und sich stärker auf Kernmärkte konzentriert, um die Kapitalrendite zu verbessern. Solche strategischen Weichenstellungen werden von Analysten regelmäßig genau verfolgt.

Ertragsprofil und Kennzahlen im Branchenkontext

Im Branchenvergleich werden Versicherer wie NN Group häufig anhand von Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), der Eigenkapitalrendite (ROE) und der Dividendenrendite eingeordnet. Das KGV setzt den aktuellen Aktienkurs ins Verhältnis zum erwarteten oder historischen Gewinn je Aktie, während das KBV den Börsenwert auf das ausgewiesene Eigenkapital bezieht. Versicherungsaktien notieren traditionell in einem Bereich, der von der wahrgenommenen Stabilität, dem Wachstumspotenzial und der Qualität des Portfolios abhängt. Werte unterhalb des Buchwerts deuten darauf hin, dass der Markt Risiken oder vergleichsweise niedrige Renditen einpreist; Prämien über dem Buchwert verweisen auf eine höhere Einschätzung von Profitabilität und Wachstum.

Bei NN Group spielt neben der reinen Gewinngröße die Kapitalrendite eine wichtige Rolle. Die Eigenkapitalrendite misst, wie effizient der Konzern das ihm zur Verfügung stehende Kapital einsetzt, indem der Jahresüberschuss auf das durchschnittliche Eigenkapital bezogen wird. Eine nachhaltige ROE über den Kapitalkosten zählt zu den Kennzeichen eines wirtschaftlich attraktiven Geschäftsmodells. In der Versicherungsbranche wird häufig geprüft, ob Unternehmen ihre Kapitalkosten nach Abzug regulatorischer Anforderungen verdienen, da ansonsten Wert für die Aktionäre verloren geht. Angaben zur Zielrendite und zur Entwicklung der ROE finden sich regelmäßig im Rahmen von Investorentagen und Jahrespräsentationen.

Da NN Group sowohl klassische Versicherungsprodukte als auch Asset-Management-Dienstleistungen anbietet, ist die Ertragsstruktur zweigeteilt. Einerseits entstehen stabile Prämieneinnahmen aus langfristigen Policen, andererseits resultieren Provisionen und Gebühren aus der Verwaltung von Kundengeldern. Letztere sind stärker abhängig von der Entwicklung der Finanzmärkte und den verwalteten Vermögen. Fällt das Marktumfeld schwächer aus, können Gebühreneinnahmen zurückgehen, während in positiven Marktphasen Zuflüsse und Performancegebühren anziehen. Diese zyklische Komponente macht den Vermögensverwaltungsteil sensibler für Börsentrends als das klassische Versicherungsgeschäft.

Analysten vergleichen NN Group im Peerset meist mit anderen europäischen Lebens- und Kompositversicherern, darunter neben regionalen Wettbewerbern auch große internationale Gruppen mit ähnlichem Geschäftsprofil. Dabei werden Wachstumsraten im Prämienvolumen, Combined Ratios im Schaden/Unfall-Geschäft und Kostenquoten gegenübergestellt. Die Combined Ratio, die Schadenaufwendungen und Betriebskosten ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen setzt, dient als Gradmesser, ob das Schaden/Unfall-Segment profitabel unter 100 Prozent arbeitet oder ob es operativ defizitär ist. Eine nachhaltig unter 100 Prozent liegende Combined Ratio weist auf ein gesundes Underwriting hin.

Im Asset-Management-Bereich werden verwaltete Vermögen (Assets under Management, AuM), Nettomittelzuflüsse und Margen auf Managementgebühren betrachtet. NN Group nutzt ihren Kundenstamm aus dem Versicherungsgeschäft, um zusätzliche Produkte und Dienstleistungen im Bereich Geldanlage anzubieten. Dies kann die Ertragsbasis diversifizieren, führt aber auch zu einer stärkeren Verknüpfung mit den Kapitalmarktzyklen. Für Anleger ergibt sich daraus ein Profil, das sowohl stabile als auch marktnahe Ertragskomponenten enthält.

Bewertung: Kennzahlen, Marktumfeld und Zinslandschaft

Die Bewertung der NN Group-Aktie hängt eng mit dem allgemeinen Zins- und Kapitalmarktumfeld zusammen. In Phasen niedriger Zinsen standen Lebensversicherer unter Druck, weil zugesagte Garantiezinsen und lange Vertragslaufzeiten die Ertragslage belasteten. Mit dem Anstieg der Zinsen hat sich der Fokus verlagert: Neu angelegte Kundengelder können mit höheren Renditen investiert werden, gleichzeitig führen Marktwertveränderungen in den bestehenden Portfolios aber zu Volatilität in den Eigenkapital- und GuV-Zahlen. NN Group kommuniziert daher regelmäßig Sensitivitäten, wie sich Zins- oder Spreadbewegungen auf Solvenzquote und Eigenkapital auswirken.

Eine wichtige Kenngröße ist das Verhältnis von Marktkapitalisierung zum eingebetteten Wert oder zu sogenannten Value-in-Force-Größen im Lebensversicherungsgeschäft. Zwar veröffentlicht nicht jeder Versicherer detaillierte Embedded-Value-Kennzahlen, doch dienen sie, wo vorhanden, der Einschätzung, welchen Gegenwartswert das bestehende Versicherungsportfolio inklusive künftiger Gewinne hat. Notiert eine Aktie deutlich unter dem geschätzten Embedded Value, kann der Markt höhere Risiken oder geringere künftige Profitabilität einpreisen. NN Group ordnet sich in dieses Bewertungsschema ein, indem sie in Präsentationen auf Kapitalgenerierung und Wertschaffung im Bestandsgeschäft eingeht.

Im Vergleich zu breit diversifizierten Finanzkonzernen ohne starke Versicherungsbasis werden Versicherer wie NN Group häufiger über ihre Dividendenrendite wahrgenommen. Eine verlässlich kommunizierte Ausschüttungspolitik bildet einen Anker für die Bewertung, da Investoren die erwarteten Cashflows diskontieren und mit alternativen Anlagen wie Anleihen oder anderen Dividendenwerten vergleichen. Steigen die Zinsen, nimmt der Vergleichsdruck durch sichere Anleihen zu, wodurch höhere Ertrags- und Wachstumserwartungen nötig sind, um dieselben Bewertungsniveaus zu rechtfertigen. NN Group muss daher aufzeigen, wie sie in einem veränderten Zinsumfeld auch künftig Wert generiert.

Marktseitig fließt in die Bewertung außerdem ein, wie stark Regulierung und Wettbewerb auf die Margen wirken. Im europäischen Versicherungsmarkt konkurrieren zahlreiche Anbieter um Prämienvolumen in Lebens- und Sachversicherungen, teils über Onlinekanäle oder Direktvertriebsmodelle. NN Group positioniert sich mit einem Mix aus Vertriebswegen, der sowohl klassische Vermittler als auch digitale Kanäle umfasst. Effiziente Kostenstrukturen, Investitionen in Technologie und Datenanalyse können dabei helfen, die Schadensquote zu verbessern und Verwaltungskosten zu senken. Im Bewertungsbild eines Versicherers wird deshalb zunehmend auch die digitale Wettbewerbsfähigkeit bedacht.

Die Aktienbewertung kann sich zudem auf mittel- bis langfristige Wachstumsinitiativen stützen, etwa den Ausbau bestimmter Produktlinien, die Erschließung neuer Kundensegmente oder mögliche Akquisitionen. NN Group hat in der Vergangenheit teils durch kleinere Zukäufe und Portfolioanpassungen ihre Position in Kernmärkten gestärkt. Für Investoren zählt hierbei, ob solche Schritte wertsteigernd sind und die Eigenkapitalrendite im Zeitverlauf heben. Ein aktives Portfoliomanagement, das nicht-strategische Aktivitäten veräußert und Kapital auf ertragsstärkere Bereiche lenkt, kann die Bewertung positiv beeinflussen.

Dividendenprofil und Anteilseigner-Rendite

Dividenden zählen bei vielen Versicherungsaktien zu den zentralen Argumenten für ein Investment. NN Group kommuniziert eine Dividendenpolitik, die auf einem nachhaltigen Ausschüttungsniveau basiert und im Einklang mit der regulatorischen Kapitalausstattung steht. Die Höhe der Dividende orientiert sich regelmäßig an der zugrunde liegenden Kapitalgenerierung des Konzerns. Diese umfasst unter anderem die aus dem Versicherungsgeschäft resultierenden Cashflows und die nach Investitionen verbleibenden Mittel. Ziel ist, eine verlässliche Ausschüttungsbasis zu schaffen und zugleich Raum für künftige Erhöhungen zu behalten, sofern sich das Geschäft wie geplant entwickelt.

Neben der regulären Dividende können Aktienrückkäufe eine Rolle im Renditeprofil spielen. NN Group hat in der Vergangenheit Programme zum Rückerwerb eigener Aktien eingesetzt, um überschüssiges Kapital an die Anteilseigner zurückzuführen. Rückkäufe wirken dabei zweifach: Sie verteilen Kapital an die Aktionäre und erhöhen gleichzeitig den Anteil der verbleibenden Aktien am Gewinn, was langfristig den Gewinn je Aktie stützen kann. Entscheidend ist, dass solche Programme mit der Solvenzstrategie der Gesellschaft in Einklang stehen und nicht zu Lasten der finanziellen Stabilität gehen.

Für einkommensorientierte Anleger ist die Verlässlichkeit der Dividende ein wesentlicher Faktor. Versicherer stehen hier im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, Konjunkturentwicklung, Schadensereignissen und Kapitalmarkteinflüssen. NN Group verweist in den Investor-Relations-Unterlagen auf einen risikobewussten Ansatz bei Dividenden- und Rückkaufentscheidungen. Damit soll sichergestellt werden, dass auch bei temporären Belastungen Spielraum bleibt, die Ausschüttungspolitik nicht abrupt anpassen zu müssen. Gleichwohl können außergewöhnliche Markt- oder Schadenereignisse dazu führen, dass Ausschüttungspläne überprüft werden.

Die Dividendenrendite, also das Verhältnis von annualisierter Dividende zum Aktienkurs, ist eine variable Größe, die von Kursbewegungen und Ausschüttungshöhe abhängt. Bei einem stagnierenden oder moderat steigenden Kurs kann eine konstante oder steigende Dividende die laufende Rendite auf einem attraktiven Niveau halten. Entwickelt sich der Kurs dynamischer, sinkt die Rendite relativ, auch wenn die absolute Dividende gleich bleibt. Die Bewertung der NN Group-Aktie ist daher stets im Zusammenhang mit dem Zinsniveau, den Renditen vergleichbarer Dividendentitel und den Ertragsperspektiven des Unternehmens zu sehen.

Kursentwicklung im Blick und Handelsplätze

Die NN Group-Aktie ist in erster Linie an der Börse in den Niederlanden gelistet und wird in Euro gehandelt. Für deutschsprachige Anleger stehen ergänzend Handelsplätze wie Xetra, Frankfurt oder Tradegate zur Verfügung, über die der Titel in der Regel ebenfalls in Euro notiert. Die Kursentwicklung spiegelt sowohl unternehmensspezifische Nachrichten als auch das allgemeine Sentiment für Versicherungs- und Finanzwerte wider. In ruhigeren Marktphasen können sich die Notierungen enger an fundamentalen Faktoren orientieren, während in volatilen Phasen Makrothemen, Zinsentscheidungen der Zentralbanken und Risikoaversion stärker dominieren.

An Tagen ohne größere Unternehmensmeldungen wie heute bietet sich ein Blick auf längerfristige Kursverläufe und Bewertungsniveaus an. Charttechnische Marken wie Unterstützungen, Widerstände oder gleitende Durchschnitte können Hinweise geben, wie der Markt den Titel historisch eingeordnet hat. Fundamentale Investoren betrachten hingegen eher die Entwicklung der Gewinn- und Cashflow-Kennzahlen über mehrere Jahre, um zu beurteilen, ob der aktuelle Kurs diese Entwicklung angemessen widerspiegelt. Die Verbindung aus Bewertung, Dividendenprofil und Ertragsaussichten bestimmt letztlich, wie attraktiv die Aktie im jeweiligen Marktumfeld wahrgenommen wird.

Hinzu kommt, dass das tägliche Handelsvolumen Einfluss auf die Liquidität des Titels hat. NN Group spielt im Vergleich mit globalen Versicherungsschwergewichten nicht in der allergrößten Liga, gehört aber in den Niederlanden und im Benelux-Raum zu den bedeutenden Finanzwerten. Ein ausreichendes Handelsvolumen erleichtert institutionellen wie privaten Anlegern das Ein- und Aussteigen, ohne den Kurs übermäßig zu bewegen. Angaben zu durchschnittlichen Volumina, Free Float und größten Aktionären finden sich in der Regel im Geschäftsbericht sowie in den Kapitalmarktpräsentationen des Unternehmens.

Wer den Wert beobachtet, achtet häufig auf Termine wie Quartalsberichte, Hauptversammlungen und eventuelle Kapitalmarkttage, da hier Managementaussagen zu Strategie, Kapitalallokation und Ausschüttungspolitik gebündelt werden. NN Group informiert auf der Investor-Relations-Seite über anstehende Veröffentlichungen, Präsentationen und Webcasts. Solche Termine können kurzfristig die Kursentwicklung beeinflussen, wenn die präsentierten Zahlen oder Aussagen von den Erwartungen des Marktes abweichen.

Einordnung der NN Group-Aktie für Privatanleger

Für Privatanleger, die sich mit dem Titel beschäftigen, steht typischerweise die Kombination aus Stabilität, Cashflow-Profil und Bewertung im Vordergrund. NN Group operiert in einem regulierten, kapitalintensiven Sektor, der konjunktursensibel ist, zugleich aber durch langfristige Kundenbeziehungen und wiederkehrende Einnahmen gekennzeichnet wird. Diese Struktur kann defensive Eigenschaften mitbringen, insbesondere wenn Solvenzkapital und Risikomanagement konservativ ausgerichtet sind. Auf der anderen Seite bringt das Geschäftsmodell Abhängigkeiten von Zinsentwicklung, Kapitalmarktvolatilität und regulatorischer Politik mit sich.

Bei der individuellen Einordnung können Anleger prüfen, wie die Aktie im Vergleich zu anderen europäischen Versicherungswerten bewertet ist, welche Dividendenhistorie das Unternehmen aufweist und in welchem Umfang Rückkäufe Teil der Kapitalstrategie sind. Ebenso fließt ein, wie transparent das Management über Risiken, Kapitalallokation und strategische Prioritäten kommuniziert. NN Group adressiert diese Punkte in Präsentationen, Berichten und auf der eigenen Website, wo detaillierte Informationen zum Geschäftsmodell und zu den Finanzkennzahlen bereitstehen. Vor dem Hintergrund der aktuell fehlenden starken Tagesnachricht rückt damit heute vor allem die strukturelle Bewertung des Titels in den Fokus.

Im Ergebnis bietet die NN Group-Aktie ein Profil, das von einem etablierten Versicherungsgeschäft, einer ergänzenden Asset-Management-Sparte und einem betonten Fokus auf Kapitalrückfluss an die Aktionäre geprägt ist. Wie attraktiv dies im Einzelfall erscheint, hängt von der persönlichen Einschätzung zu Zinsentwicklung, Regulierung, Wettbewerbsdruck und eigener Risikoneigung ab. Für eine fundierte Entscheidung empfiehlt sich daher ein genauer Blick in die Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens sowie ein Abgleich mit anderen Titeln aus dem Versicherungssektor.

NN Group N.V. kompakt: die Eckdaten

  • Name: NN Group N.V.
  • Branche: Versicherung, Asset Management, Finanzdienstleistungen
  • Hauptsitz: Den Haag, Niederlande
  • Kernmärkte: Niederlande, übriges Europa, ausgewählte internationale Asset-Management-Märkte
  • Umsatztreiber: Lebens- und Schadenversicherungen, Altersvorsorgeprodukte, Vermögensverwaltung und Bankdienstleistungen
  • Heimatbörse / Notierung: Euronext Amsterdam, zusätzlich Handel über deutsche Börsenplätze wie Xetra und Frankfurt (WKN: A1146J)
  • Handelswährung: Euro

Weitere Hintergründe zur NN Group-Aktie

Vertiefende Informationen zu Strategie, Finanzkennzahlen und Kapitalrückflüssen stellt das Unternehmen im Investor-Relations-Bereich bereit. Zudem finden sich unter dem folgenden Link laufend aktuelle Meldungen und Analysen zur Aktie mit der ISIN NL0010773842.

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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