Witkoff, Iran

Witkoff: Iran prahlte mit elf Atombomben in Reichweite

03.03.2026 - 09:07:47 | dpa.de

Noch wĂ€hrend der Atomverhandlungen mit den USA hat sich der Iran nach Darstellung Washingtons gerĂŒhmt, genug hochangereichertes Uran fĂŒr elf Atombomben zu besitzen.

Dies berichtet der US-Sondergesandte Steve Witkoff nun in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.

"Beide iranischen UnterhÀndler sagten ganz offen und ohne Scham, dass sie 460 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran kontrollierten und sich bewusst seien, dass damit elf Atombomben hergestellt werden könnten", berichtete Witkoff. "Sie waren stolz darauf, dass sie alle möglichen Kontrollmechanismen umgangen hatten, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie elf Atombomben hÀtten herstellen können."

Witkoff hatte zusammen mit dem Schwiegersohn von US-PrĂ€sident Donald Trump, Jared Kushner, die inzwischen gescheiterten Atomverhandlungen fĂŒr die US-Seite gefĂŒhrt. Seit Samstag greifen die USA und Israel Ziele im Iran an. Teheran reagiert mit Angriffen auf Israel sowie auf die Golfregion.

WaffenfÀhiges Uran binnen weniger Tage möglich

Gleich zu Beginn der GesprĂ€che habe Teheran auf sein "unverĂ€ußerliches Recht" zur Anreicherung seines Kernbrennstoffs bestanden, berichtete Witkoff. Er und Kushner hĂ€tten entgegnet, der US-PrĂ€sident habe das Recht, den Iran daran zu hindern. Witkoff bekrĂ€ftigte seine Behauptung, dass sich Irans hochangereichertes Uran binnen sieben bis zehn Tagen zu waffenfĂ€higem Material hĂ€tte weiter anreichern lassen können.

Bereits im Sommer 2025 hatte Israel Ziele im Iran bombardiert. Teheran feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel. Die USA griffen gut eine Woche spÀter ein und bombardierten im MilitÀreinsatz "Mitternachtshammer" Anreicherungsanlagen in Natans und Fordo sowie eine Atomeinrichtung in Isfahan. Trump sprach damals von einer völligen Zerstörung der Anlagen.

Teheran lehnte US-Angebot ab

Witkoff beschrieb die jĂŒngsten, erfolglosen BemĂŒhungen um ein Abkommen: Trump habe ihn und Kushner zu den GesprĂ€chen mit den Iranern geschickt, "um festzustellen, ob sie ernsthaft an einem Abkommen interessiert waren". Die USA hĂ€tten Teheran eine zehnjĂ€hrige, vollstĂ€ndige Aussetzung der Urananreicherung vorgeschlagen. "Sie lehnten ab. Das zeigte uns in diesem Moment, dass sie nicht die Absicht hatten, etwas anderes zu tun als die Anreicherung fortzusetzen, mit dem Ziel einer Bewaffnung."

Details zu dem US-Angebot nannte Witkoff nicht. "Wir sind dort hineingegangen und haben versucht, mit ihnen ein faires Abkommen zu schließen". Doch spĂ€testens am Ende des zweiten Treffens sei klar gewesen, dass das unmöglich sei.

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