Novartis, Aktie

Novartis Aktie: Reingewinn um 19 Prozent gefallen

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 19:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novartis verzeichnet im zweiten Quartal 2026 ein Umsatzplus von drei Prozent, der Reingewinn sinkt jedoch deutlich. Der Konzern bestätigt seine Jahresprognose.

Novartis Quartalszahlen: Umsatzplus, aber Gewinnrückgang im Q2 2026
Abstrakte Darstellung eines modernen pharmazeutischen Labors mit Fokus auf eine kühle, professionelle Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat heute seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal sowie das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Während das Unternehmen beim Umsatz zulegen konnte, belastete ein deutlicher Rückgang des Reingewinns die Bilanz. Dennoch blickt die Konzernleitung zuversichtlich auf das Gesamtjahr und bestätigt die bisherige Prognose.

Umsatzplus bei sinkendem Reingewinn

Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Novartis einen Nettoumsatz von 14,4 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während das Wachstum zu konstanten Wechselkursen bei einem Prozent lag. Das operative Ergebnis ging hingegen leicht zurück und sank um 2 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Auf Basis konstanter Wechselkurse betrug das Minus 3 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Reingewinn aus, der um 19 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar nachgab. Auch der Free Cashflow war rückläufig und sank um 12 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich der Nettoumsatz auf 27,5 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von einem Prozent in US-Dollar entspricht, währungsbereinigt jedoch einem Rückgang von 2 Prozent gleichkommt. Das operative Kernergebnis für die ersten sechs Monate lag mit 10,8 Milliarden US-Dollar um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Strategische Fortschritte in der Medikamenten-Pipeline

Trotz der rückläufigen Gewinnzahlen hob CEO Vas Narasimhan die solide operative Dynamik hervor. Als wesentliche Treiber der Geschäftsentwicklung erwiesen sich erneut die Medikamente Kisqali, Kesimpta, Scemblix und Pluvicto. Besonders für das Brustkrebsmedikament Kisqali konnte Novartis positive Daten zum Gesamtüberleben bei Patientinnen im Frühstadium präsentieren, was die Position des Präparats im Markt weiter festigen dürfte.

Parallel dazu treibt der Konzern seine Entwicklungsprojekte voran. Wie Swiss-Press berichtet, hat Novartis bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf beschleunigte Zulassung für Del-Zota gestellt, ein Mittel zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD). Die kontinuierlichen Fortschritte in der Pipeline sind ein zentraler Bestandteil der Strategie, um langfristiges Wachstum abseits auslaufender Patente zu sichern.

Markt reagiert gelassen auf Halbjahresbilanz

Die Anleger zeigten sich von den gemischten Zahlen weitgehend unbeeindruckt. Nachdem die Aktie am Vormittag kurzzeitig unter Druck geraten war, stabilisierte sich der Kurs im Tagesverlauf. Aktuell notiert das Papier bei 139,72 € und verzeichnet damit ein Plus von 1,25 %. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 18,23 % zulegen, was die grundsätzlich positive Stimmung der Investoren gegenüber dem Pharmatitel unterstreicht.

Analystenseitig bleibt die Bewertung vorerst neutral. Die Experten von Berenberg bestätigten heute ihre Einstufung mit „Hold“ und beließen das Kursziel bei 120 Schweizer Franken. Während die Dynamik bei den Kernprodukten positiv gewertet wird, mahnen die rückläufigen Margen im operativen Kerngeschäft des ersten Halbjahres zur Vorsicht. Da Novartis jedoch an seinen Zielen für das Gesamtjahr festhält, bleibt die Erwartungshaltung am Markt stabil. Zudem stützen die Fortschritte bei den klinischen Daten zu Kisqali das Vertrauen in die langfristige Umsatzplanung des Managements.

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