Rentenalter, RuhestÀndler

Nur 40 Prozent arbeiten bis zum gesetzlichen Rentenalter

05.09.2025 - 11:41:20

Nur etwa 40 Prozent der neuen RuhestÀndler 2024 haben bis zum gesetzlichen Rentenalter gearbeitet.

Die ĂŒbrigen gingen vorzeitig in Rente, teils mit erheblichen AbschlĂ€gen. Dies geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor, ĂŒber die zuerst die "Berliner Zeitung" berichtete.

Demnach bezogen 2024 rund 937.000 Menschen erstmals Altersrenten von der Deutschen Rentenversicherung. Rund 378.000 MĂ€nner und Frauen hatten beim Rentenstart die zu dem Zeitpunkt vorgesehene Altersgrenze von etwa 66 Jahren erreicht. Rund 559.000 Menschen gingen in eine vorgezogene Altersrente - allerdings zu unterschiedlichen Bedingungen.

Hunderttausende mit AbschlÀgen

Rund 225.200 "langjĂ€hrig Versicherte" nahmen AbschlĂ€ge in Kauf. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit mindestens 35 Versicherungsjahren können ab 63 Rente beziehen, doch bĂŒĂŸen sie dabei fĂŒr jeden Monat bis zur Altersgrenze 0,3 Prozentpunkte ihrer Rente ein, und zwar auf Dauer.

FĂŒr "besonders langjĂ€hrige Versicherte" mit 45 Versicherungsjahren entfallen diese AbschlĂ€ge, wenn die Menschen ein Mindestalter erreicht haben. Das lag 2024 bei gut 64 Jahren. Auch rund 64.900 schwerbehinderte Menschen gingen 2024 mit und ohne AbschlĂ€ge in Altersrente.

Im Schnitt immer spÀter in Rente

In ihrem Jahresbericht hatte die Deutsche Rentenversicherung bereits vorgerechnet, dass der Altersdurchschnitt bei Rentenbeginn 2024 bei 64,7 Jahren lag. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es 62,3 Jahre.

Ein wesentlicher Grund ist die schrittweise Anhebung der Altersgrenze fĂŒr den Renteneintritt auf 67 bis zum Jahr 2031. Die schwarz-rote Koalition will Menschen einen Anreiz bieten, lĂ€nger zu arbeiten. Geplant ist eine "Aktivrente": Wer nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiter beruflich tĂ€tig bleibt, soll bis zu 2.000 Euro seines Gehalts im Monat steuerfrei bekommen.

@ dpa.de