Nur bei jedem zehnten Paar ist die Frau Hauptverdienerin
03.03.2026 - 08:52:27 | dpa.deLediglich in jedem zehnten Paarhaushalt (9,9 Prozent) hatte die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner. Das teilt das Statistische Bundesamt zum Internationalen Frauentag am 8. MÀrz anhand von EU-Daten mit. Damit ist der Anteil der Frauen als Hauptverdienerinnen seit 2021, als er bei 10,5 Prozent lag, sogar leicht gesunken.
Bei gut der HÀlfte der Paare (55,8 Prozent), die in einem Haushalt zusammenleben, war der Mann Hauptverdiener. 2021 waren es allerdings noch knapp 59 Prozent. "Insgesamt hat sich die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beim Blick auf die Einkommensverteilung in den letzten Jahren wenig verÀndert", schreiben die Statistiker.
In gut jedem dritten Paarhaushalt (34,3 Prozent) lagen Mann und Frau beim Einkommen in etwa gleichauf. Der Anteil solcher Haushalte ist seit 2021 (damals 30,7 Prozent) gestiegen. Als Haupteinkommensperson gilt die Person, deren Nettoeinkommen fĂŒr 60 Prozent oder mehr des gemeinsamen Einkommens steht. Die Zahlen stammen aus der europĂ€ischen Gemeinschaftsstatistik ĂŒber Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC).
Ohne Kinder sind Unterschiede geringer - mit Kindern stÀrker
Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt ist das Ungleichgewicht zwischen Frauen und MÀnnern etwas weniger stark. In 11,4 Prozent der FÀlle hatte hier die Frau das höhere Einkommen und in 50,1 Prozent der Mann. Bei 38,5 Prozent der Paare ohne Kinder hatten beide ein etwa gleich hohes Einkommen.
In Paarfamilien mit Kindern im Haushalt sind Frauen noch seltener die Hauptverdienerin. Hier hatte die Frau in nur 7,7 Prozent der FÀlle das höhere Einkommen. In knapp zwei von drei solcher Haushalte (64,6 Prozent) war dagegen der Mann Hauptverdiener. In gut einem Viertel der Paarhaushalte mit Kindern lagen Frau und Mann etwa gleichauf.
Ein Grund fĂŒr die gröĂeren Einkommensunterschiede bei Paaren mit Kindern: MĂŒtter arbeiten laut Statistik deutlich öfter in Teilzeit als erwerbstĂ€tige Frauen insgesamt. Bei den MĂ€nnern ist es umgekehrt: Hier arbeiten VĂ€ter seltener in Teilzeit.
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