Nvidia, RTX-50-Produktion

Nvidia pausiert RTX-50-Produktion – Grafikchips werden knapp

22.01.2026 - 17:52:12

Die Produktion der neuen Nvidia-Grafikkarten stockt aufgrund globaler GDDR7-Knappheit und einer strategischen Umlenkung von Ressourcen in den KI-Bereich. Für PC-Spieler drohen 2026 massive Lieferengpässe und stark steigende Preise.

Die Produktion von Nvidia’s neuester GeForce-RTX-50-Serie steht offenbar still. Grund sind eine globale Knappheit von GDDR7-Speicher und eine strategische Umlenkung von Fertigungskapazitäten in den lukrativeren KI-Bereich. Für PC-Spieler droht 2026 eine lange Durststrecke mit leeren Regalen und explodierenden Preisen.

Doppelkrise lähmt die Lieferkette

Im Kern steckt eine branchenweite Mangellage bei Grafikspeichern, die sich seit Ende 2025 zuspitzt. Sowohl GDDR6 als auch der neuere GDDR7-Standard sind kaum verfügbar. Dies beeinträchtigt die Produktion und Nachschubzyklen aller Herstellerpartner Nvidias massiv. Erste Berichte, Partner wie ASUS hätten bestimmte Modelle bereits als eingestellt deklariert, wurden zwar relativiert. Die Firmen sprechen von „vorübergehenden Lieferfluktuationen“. Doch die Botschaft ist klar: Die essenziellen Speicherchips fehlen, um Grafikkarten in nennenswerten Stückzahlen zu produzieren.

KI-Boom verdrängt Gamer-Hardware

Die Speicherkrise wird durch eine strategische Neuausrichtung Nvidias verschärft. Das Unternehmen hat den Verkauf seiner begehrten KI-Beschleuniger überbucht und lenkt nun Produktionsressourcen von der GeForce-Serie für Spieler um, um diese Aufträge zu bedienen. Diese Prioritätensetzung spiegelt sich auch in Nvidias gestiegener Marktmacht wider: Das Unternehmen ist kürzlich zum größten Kunden des Chip-Fertigers TSMC aufgestiegen und hat damit Apple überholt. Die Industrie-Analyse legt nahe, dass Nvidia das knappe GDDR7 vorrangig in hochpreisige Profi-Karten für Rechenzentren steckt, um den „Umsatz pro Gigabyte“ zu maximieren. Die traditionelle Gaming-Sparte rutscht damit in der Prioritätenliste nach unten.

Anzeige

Nvidia verlagert knappe Ressourcen in den lukrativen KI-Bereich – und die neue EU‑KI-Verordnung bringt zusätzliche Pflichten für Hersteller und Anbieter. Wer KI‑Hardware oder -Systeme einsetzt, sollte jetzt wissen, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Fristen gelten. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, was Unternehmen und Entwickler jetzt beachten müssen, um Bußgelder zu vermeiden. KI-Verordnung: Gratis-Umsetzungsleitfaden herunterladen

Offizielle Dementis, düstere Insider-Berichte

Auf die wachsende Berichterstattung reagierte Nvidia mit einer Stellungnahme. Das Unternehmen bestätigte die starke Nachfrage und die angespannte Speicherversorgung, betonte aber, alle GeForce-Modelle weiter auszuliefern. Diese offizielle Linie steht im krassen Widerspruch zu Leaks aus der Lieferkette. Insider berichten, dass Modelle wie die RTX 5090 oder RTX 5070 Ti in den kommenden Monaten nahezu unerreichbar werden sollen. Während also die Kommunikation Stabilität suggeriert, deuten die Realitäten in der Fertigung auf einen massiven Produktionsrückgang hin.

Preisexplosion und unsichere Zukunft

Die unmittelbaren Folgen für Verbraucher sind bereits spürbar: Die Preise für verfügbare RTX-50-Karten schießen in die Höhe. Für die Flaggschiff-RTX 5090 wurden in einigen Regionen innerhalb eines halben Jahres Preissprünge von bis zu 55 Prozent beobachtet. Die Gründe sind die knappe Verfügbarkeit und gestiegene Komponentenkosten, die an die Kunden weitergegeben werden. Die Produktionsprobleme werfen zudem Fragen zur Zukunft der gesamten Serie auf. Gerüchte über eine geplante „Super“-Auffrischung der RTX-50-Serie deuten nun auf eine indefinite Verschiebung oder sogar Absage hin.

Düstere Aussichten für Spieler

Die Prognose für den Grafikkartenmarkt 2026 ist trübe. Experten rechnen nicht vor dem dritten oder vierten Quartal 2026 mit einer Entspannung der Lieferengpässe. Wer seinen Gaming-PC aufrüsten oder neu bauen möchte, steht vor leeren Regalen und überteuerten Restbeständen. Nvidias Fokus auf den KI-Markt, gepaart mit der anhaltenden Speicherkrise, schafft einen perfekten Sturm, der die Bedürfnisse der Kernzielgruppe Gamer an den Rand drängt. Bis die grundlegenden Probleme in der Lieferkette gelöst sind, werden Hochleistungs-Grafikkarten Mangelware bleiben.

@ boerse-global.de