Ergebnisse, Produktion/Absatz

Nvidia trotzt Skepsis nach Deepseek-Schock

27.02.2025 - 06:19:51

Nvidia US67066G1040 widerlegt die Zweifler: Der KI-Boom lÀsst das GeschÀft des Chipkonzerns weiter rasant wachsen.

In den vergangenen Wochen wurde zum Teil infrage gestellt, ob zum Training KĂŒnstlicher Intelligenz wirklich so viele Nvidia-Chips gebraucht werden, wie man bisher annahm. Auslöser war die chinesische KI Deepseek, die angeblich mit sehr geringem Aufwand angelernt worden war.

Doch jetzt ĂŒbertraf Nvidia die Erwartungen der Analysten sowohl mit dem Umsatz im vergangenen Quartal als auch mit der Prognose fĂŒr das laufende Vierteljahr. Konzernchef Jensen Huang sagte sogar, Deepseek sei "fantastisch" fĂŒr Nvidia gewesen. Denn die chinesischen Entwickler hĂ€tten eine neue Technik zum Erzeugen von KI-Antworten allgemein verfĂŒgbar gemacht. Und das treibe wiederum den Bedarf an Chips von Nvidia an, argumentierte Huang im TV-Sender CNBC. Denn solche KI-Modelle brauchten zum Teil 100 Mal mehr Rechenleistung als als frĂŒhere Software.

SchlĂŒsselposition im KI-GeschĂ€ft

Nvidias Chip-Systeme werden rund um die Welt fĂŒr das Training von Anwendungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz verwendet. Schwergewichte wie Google US02079K1079 oder der Facebook-Konzern Meta US30303M1027 fĂŒllen ganze Rechenzentren damit - aber auch KI-Start-ups wie die ChatGPT-Erfinderfirma OpenAI setzen darauf. Diese SchlĂŒsselposition ließ das GeschĂ€ft von Nvidia in den vergangenen zwei Jahren explosiv wachsen.

Aktuell ist Nvidia dabei, eine leistungsstĂ€rkere neue Generation seiner KI-Chips mit dem Namen "Blackwell" auf den Markt zu bringen. Technische Probleme hĂ€tten die EinfĂŒhrung um einige Monate verzögert, seien inzwischen aber gelöst, sagte Huang. Die "Blackwell"-Nachfrage sei "außerordentlich", versicherte er. Er habe bei dem Chipsystem, das eineinhalb Tonnen wiege und aus mehr als einer Million Teilen bestehe, ein besseres GefĂŒhl als drei Monate zuvor.

GeschÀft wÀchst weiter schnell

Im vergangenen Quartal schoss der Umsatz von Nvidia im Jahresvergleich um 78 Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar hoch. Das GeschĂ€ft mit Technik fĂŒr Rechenzentren wuchs sogar noch schneller mit einem Plus von 93 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar. "Blackwell" habe elf Milliarden Dollar davon eingebracht. Unterm Strich stieg der Gewinn von 12,3 auf 22,1 Milliarden Dollar.

FĂŒr das laufende Vierteljahr sagte Nvidia einen Konzernumsatz von 43 Milliarden Dollar voraus - mit der EinschrĂ€nkung, dass er um zwei Prozent höher oder niedriger ausfallen könne. Analysten hatten im Schnitt eher mit einer Prognose von rund 42 Milliarden Dollar gerechnet. Die Nvidia-Aktie gab im nachbörslichen US-Handel dennoch um rund 1,5 Prozent nach. Eine der Sorgen der Anleger ist, dass noch hĂ€rtere EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Verkauf moderner Nvidia-Chips nach China das GeschĂ€ft des Konzerns bremsen könnten.

@ dpa.de | US02079K1079 ERGEBNISSE