Aktie, Privatisierung

Ørsted Aktie: Privatisierung im Fokus

23.03.2026 - 14:50:17 | boerse-global.de

Rechte Parteien fordern Veräußerung der staatlichen Mehrheit an Ørsted. Die Wahl am Dienstag bestimmt die künftige Eigentümerstruktur des Windkraftkonzerns.

Ørsted Aktie: Privatisierung im Fokus - Foto: über boerse-global.de
Ørsted Aktie: Privatisierung im Fokus - Foto: über boerse-global.de

Am morgigen Dienstag blickt die dänische Finanzwelt gespannt auf die vorgezogenen Parlamentswahlen. Für den Windkraftentwickler Ørsted steht dabei weit mehr auf dem Spiel als nur politische Sympathien. Ein Bündnis aus rechten Parteien fordert den Verkauf der staatlichen Mehrheitsbeteiligung von 50,1 Prozent, was die Eigentümerstruktur des Konzerns grundlegend verändern könnte.

Druck von rechts

Fünf Parteien aus dem rechten Spektrum, die zusammen etwa 40 Prozent der Parlamentssitze halten, machen sich für einen Ausstieg des Staates stark. Einige dieser Fraktionen verlangen dabei, kritische Infrastruktur vor einem potenziellen Verkauf abzuspalten und in staatlicher Hand zu behalten. Das Thema ist in Dänemark historisch stark vorbelastet. Als das Finanzministerium im Jahr 2014 Anteile an Goldman Sachs veräußerte, führte dies zu massiven Protesten und letztlich zum Bruch der damaligen Regierungskoalition.

Linkes Bündnis vorn

Aktuelle Umfragen deuten allerdings auf Kontinuität hin. Die regierenden Sozialdemokraten unter Premierministerin Mette Frederiksen verzeichnen nach einem diplomatischen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump um Grönland wieder steigende Zustimmungswerte. Laut jüngsten Erhebungen des Senders DR käme das rechte Lager auf 74 der 179 Sitze und würde die Mehrheit damit verfehlen. Ein linksgerichtetes Kabinett hat bislang keinerlei Verkaufsabsichten signalisiert. Analysten der Danske Bank weisen darauf hin, dass die Tage von Ørsted als mehrheitlich staatliches Unternehmen nur bei einem Regierungswechsel gezählt wären.

Operatives Geschäft stabilisiert sich

Abseits der politischen Bühne präsentiert sich das Unternehmen finanziell gefestigt. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag 2025 bei 25,1 Milliarden Dänischen Kronen und traf damit genau die eigene Prognose. Zudem schloss Ørsted sein Verkaufsprogramm für Vermögenswerte für die Jahre 2025 und 2026 vorzeitig ab. Die vereinbarten Erlöse übertrafen mit rund 46 Milliarden Kronen das ursprüngliche Ziel von 35 Milliarden deutlich. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einem EBITDA von über 28 Milliarden Kronen bei Bruttoinvestitionen zwischen 50 und 55 Milliarden Kronen.

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Die politische Unsicherheit hat dennoch Spuren hinterlassen und den Aktienkurs im vergangenen Monat um über zehn Prozent gedrückt. Bis zur Veröffentlichung des nächsten Finanzberichts am 6. Mai wird das Wahlergebnis vom Dienstag die kurzfristige Richtung des Papiers maßgeblich bestimmen. Operative Kennzahlen rücken bis zur endgültigen Klärung der Eigentümerfrage in den Hintergrund.

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