Österreich startet Jubiläumsrunde des Migranten-Mentorings
28.01.2026 - 03:58:12Österreich startet die 20. Runde seines erfolgreichen Mentoring-Programms für qualifizierte Zuwanderer. Das Programm soll dem akuten Fachkräftemangel entgegenwirken und Migranten schneller in den Arbeitsmarkt bringen.
Ein Vorbildprogramm feiert Jubiläum
Seit 2008 hat die Initiative „Mentoring für Migrant:innen“ rund 3.000 Paare zusammengebracht. Erfahrene Führungskräfte aus der Wirtschaft begleiten dabei hochqualifizierte Zuwanderer für sechs Monate. Der Fokus liegt auf drei Kernbereichen:
* Dem Aufbau beruflicher Netzwerke
* Der Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen
* Der Vermittlung von Kenntnissen über den österreichischen Arbeitsmarkt
Für die aktuelle Jubiläumsrunde wollen die Organisatoren noch gezielter auf Engpass-Berufe in IT, Technik, Gesundheitswesen und Tourismus eingehen.
So funktioniert die Kooperation
Hinter dem Programm steht eine starke Allianz aus Wirtschaft und Politik:
* Die Wirtschaftskammer (WKÖ) wirbt die Mentoren aus Unternehmen an.
* Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und das Arbeitsmarktservice (AMS) wählen die qualifizierten Mentees aus und bereiten sie vor.
Dieses Modell soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Betriebe und die Qualifikationen der Zuwanderer optimal zusammenpassen. Experten sehen darin einen Schlüssel, denn in Österreich wird ein Großteil der Stellen über persönliche Kontakte vergeben – eine Hürde für Neuankömmlinge.
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Der Kampf gegen bürokratische Hürden
Ein zentraler Baustein ist die Hilfe bei der Nostrifikation, der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Viele Zuwanderer können ihren Beruf nicht ausüben, weil ihre Qualifikationen nicht anerkannt werden. Die Mentoren setzen ihre Erfahrung und Netzwerke ein, um diese oft langwierigen Verfahren zu beschleunigen oder alternative Wege aufzuzeigen.
Vor allem in reglementierten Berufen wie im Gesundheitswesen ist diese formale Anerkennung zwingend notwendig. Spezielle Anlaufstellen bieten hierzu bereits kostenlose Beratung an.
Warum das Programm jetzt so wichtig ist
Der neuerliche Fokus auf das Mentoring kommt nicht von ungefähr. Die Lage am Arbeitsmarkt ist angespannt:
* Rund 80 Prozent der Unternehmen klagen über Fachkräftemangel.
* Bei einem Drittel der Mittelständler führt dies bereits zu Umsatzeinbußen.
* Die demografische Entwicklung verschärft das Problem: Die in Rente gehende „Babyboomer“-Generation kann durch nachrückende Jahrgänge nicht ersetzt werden.
Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter deutlich schrumpfen. Das Mentoring ist somit nicht nur Integrationspolitik, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.
Wie geht es weiter?
Der nächste Programmdurchgang in Wien und Niederösterreich ist bereits gestartet. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Oft findet bereits am Ende der sechs Monate ein Drittel der Mentees einen Job. Diese Erfolge sollen als Grundlage für einen möglichen weiteren Ausbau dienen.
Politische Entscheidungsträger sehen in der gezielten Integration qualifizierter Zuwanderer eine zentrale Säule im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel. Die Erfahrungen der Jubiläumsrunde sollen direkt in die nationale Arbeitsmarktstrategie einfließen.
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