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Frankfurt Schluss: Uneinheitlich - Dax etwas erholt

13.08.2025 - 18:01:59

Ohne klare Richtung hat sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte prÀsentiert.

WĂ€hrend sich die Standardwerte im Dax DE0008469008 von ihren Verlusten der beiden Vortage weitgehend erholten, ging es fĂŒr die Papiere aus der zweiten und dritten Reihe abwĂ€rts. Im Mittelpunkt des Interesses standen weitere Quartalsberichte von Unternehmen, die ĂŒberwiegend positiv aufgenommen wurden. Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Plus von 0,67 Prozent bei 24.185,59 Punkten. Der MDax DE0008467416 fiel hingegen um 0,25 Prozent auf 30.925,12 ZĂ€hler.

Die anderen wichtigen europĂ€ischen Börsen legten zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 endete 1,0 Prozent höher. Außerhalb der Eurozone stieg der ZĂŒrcher SMI CH0009980894 um 0,8 Prozent und der Londoner Leitindex FTSE 100 GB0001383545 um 0,2 Prozent. In New York kletterte der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt um 0,8 Prozent nach oben.

Positive Impulse kamen von erneut festeren US-Börsen, nachdem am Vortag Inflationsdaten fĂŒr Rekorde an der Nyse und der Technologiebörse Nasdaq gesorgt hatten. An der Wall Street wird nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent mit einer Zinssenkung im September gerechnet. Die Kernrate, die fĂŒr die Fed eine höhere Aussagekraft besitzt, war allerdings entgegen den Erwartungen gestiegen.

Geopolitisch richtet sich der Fokus bereits auf das Treffen zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin an diesem Freitag. EuropĂ€er und der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj befĂŒrchten, dass die Zukunft der Ukraine dabei womöglich ĂŒber ihre Köpfe hinweg entschieden werden könnte.

Der Energieversorger Eon DE000ENAG999 meldete ein weitgehend wie erwartet ausgefallenes Halbjahr und bestĂ€tigte die Jahresziele. Der Fokus liegt laut JPMorgan jetzt vor allem auf der nĂ€chsten Regulierungsperiode fĂŒr Stromnetze in Deutschland. Konstruktive GesprĂ€che könnten nach EinschĂ€tzung der US-Bank im nĂ€chsten Jahr zur Vorlage der Jahreszahlen zu einer Anhebung der mittelfristigen Investitions- und Ergebniserwartungen fĂŒhren. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu.

Dass die VW DE0007664039-Dachholding Porsche SE DE000PAH0038 nach zuvor gekappten Jahreszielen bei VW und der Porsche AG DE000PAG9113 ihre Ergebnisprognose nun ebenfalls senkte, ĂŒberraschte nicht. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu.

Brenntag DE000A1DAHH0 gaben nach detaillierten Zahlen um 0,8 Prozent nach. Die Baader Bank rÀt angesichts der Mitte Juli gesenkten Gewinnziele des ChemikalienhÀndlers, an der Seitenlinie zu bleiben.

Am MDax-Ende verloren Ströer DE0007493991 6,9 Prozent, was den tiefsten Stand seit November 2023 bedeutete. Der schwache deutsche Werbemarkt habe dem Werbedienstleister ein entsprechend enttĂ€uschendes zweites Quartal eingebrockt, hieß es am Markt. Nun wird erwartet, dass die durchschnittlichen AnalystenschĂ€tzungen sinken werden.

Die Aktien von Evotec DE0005664809 gingen nach schwachen Zahlen des Pharmawirkstoff-Entwicklers zum zweiten Quartal mit einem Kursabschlag von 2,3 Prozent aus dem Handel.

Tui DE000TUAG505 sprangen mit plus 8,4 Prozent auf den höchsten Stand seit Februar und nahmen die MDax-Spitze ein. Der Touristikkonzern hatte am Dienstagnachmittag Eckdaten vorgelegt und die Gewinnprognose angehoben. Daraufhin war die Aktie am Vortag bereits um 3,5 Prozent gestiegen.

Renk DE000RENK730 profitierten mit plus 2,0 Prozent von vollen AuftragsbĂŒchern des RĂŒstungszulieferers. Im SDax DE0009653386 stiegen nach vollzogenem Aktiensplit die Papiere des Strahlen- und Medizintechnik-Unternehmens Eckert & Ziegler DE0005659700 um 5,9 Prozent./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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