EU-PrĂŒfer bemĂ€ngeln LĂŒcken bei Olivenöl-Kontrollen
14.01.2026 - 17:10:05 | dpa.de"Die EU verfĂŒgt zwar ĂŒber strenge Vorschriften, doch werden die nicht immer vollstĂ€ndig umgesetzt", kritisierte die zustĂ€ndige EU-PrĂŒferin JoĂ«lle Elvinger vom EuropĂ€ischen Rechnungshof.
Die griechischen Behörden ĂŒberprĂŒften die Vorschriften etwa nur bei Olivenöl, das in Griechenland hergestellt und fĂŒr den griechischen Markt bestimmt sei - also nicht etwa bei Exporten. Verbesserungen seien unerlĂ€sslich, um nicht nur die Verbraucher, sondern auch den Ruf des europĂ€ischen Olivenöls zu schĂŒtzen, forderte Elvinger demnach.
EU fĂŒhrender Olivenöl-Produzent - fast alles aus drei LĂ€ndern
Die PrĂŒfer hĂ€tten festgestellt, dass wie im Beispiel von Griechenland auch in anderen Teilen des europĂ€ischen Marktes manchmal nicht kontrolliert wĂŒrde, ohne dass dafĂŒr klare BegrĂŒndungen vorlĂ€gen. Dies fĂŒhrt laut Rechnungshof zu LĂŒcken im System, die sich auf die QualitĂ€t und letztlich auf das Vertrauen der Verbraucher auswirken könnten.
Daneben kritisieren die PrĂŒfer, dass EU-Staaten manche Gesetze unterschiedlich auslegten oder nicht richtig anwendeten. Die entsprechenden Regeln - etwa bei der Mischung von Ălen aus unterschiedlichen Ernten - seien nicht klar genug. Geht es hingegen um die RĂŒckstĂ€nde von Pestiziden, ist die EU demnach gut aufgestellt. Hier gebe es kaum VerstöĂe gegen die strengen Auflagen.
EU-Kommission will ĂnderungsvorschlĂ€ge umsetzen
Der Rechnungshof fordert in seinem Bericht von der EuropÀischen Kommission, Regeln klarzustellen und die Mitgliedstaaten mehr in die Pflicht zu nehmen. Die EU-Kommission stellte bereits in Aussicht, mit Experten zu beraten und von den EU-Staaten weitere Informationen zu verlangen.
Laut Rechnungshof ist die EU mit 61 Prozent globalem Marktanteil der weltweit fĂŒhrende Produzent von Olivenöl. FĂŒr ihren Bericht schauten sich die EU-PrĂŒfer die Kontrollen in vier LĂ€ndern genauer an: Zum einen Griechenland, Italien und Spanien, wo gut 90 Prozent des Olivenöls aus der EU hergestellt wird. Zum anderen Belgien - das Land ist demnach wohl wegen seiner HĂ€fen der gröĂte Exporteur der Union.
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