OMV: Erste Group hebt Kursziel auf 66 Euro
01.05.2026 - 00:40:40 | boerse-global.deEin Krieg, der die Ălproduktion drosselt â und trotzdem ein Nettogewinn von 1,6 Milliarden Euro. OMV lieferte zum Jahresauftakt ein gespaltenes Bild. Der Markt schaute auf die richtige Seite.
Hormuz-Krise trifft das KerngeschÀft
Das bereinigte operative Ergebnis sank im ersten Quartal um 12 Prozent auf 1,025 Milliarden Euro. Der bereinigte PeriodenĂŒberschuss fiel sogar um 22 Prozent auf 323 Millionen Euro.
Die Ursache liegt im Nahen Osten. Die Sperrung der StraĂe von Hormuz Ende Februar traf das Segment Energy direkt. Die Kohlenwasserstoffproduktion sank um 7 Prozent auf 288.000 Barrel ĂlĂ€quivalent pro Tag. Hinzu kamen einmalige Hedging-Verluste im Fuels-Bereich von rund 100 Millionen Euro.
Der EPS-Konsens fĂŒr das Gesamtjahr 2026 liegt bei 9,53 Euro. Das erste Quartal enttĂ€uschte mit 1,0 Euro je Aktie die ursprĂŒnglichen Markterwartungen.
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Borealis-Deal dreht das Bild
Der unbereinigte Nettogewinn kletterte auf 1,645 Milliarden Euro â nach 288 Millionen Euro im Vorjahr. Der Unterschied: ein Buchgewinn aus der Entkonsolidierung von Borealis in Höhe von 886 Millionen Euro.
Hintergrund ist das neue Joint Venture âBorouge International", das OMV zum 31. MĂ€rz 2026 mit Partner XRG abgeschlossen hat. Das 50:50-Gemeinschaftsunternehmen bĂŒndelt Borealis, NOVA Chemicals und Borouge. OMV investierte dafĂŒr 1,5 Milliarden Euro in bar. Das gemeinsame EBITDA soll langfristig von historisch 4,5 Milliarden auf ĂŒber 7 Milliarden US-Dollar steigen. Bis 2030 rechnet das Unternehmen mit Synergien von mehr als 500 Millionen Euro.
Die Nettoverschuldung stieg durch die Transaktion auf 4,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Leverage-VerhÀltnis von 17 Prozent.
Analysten und Ausblick
Die Erste Group reagierte prompt. Sie hob das Rating von âHold" auf âAccumulate" und erhöhte das Kursziel von 46,10 Euro auf 66,00 Euro. Beim aktuellen Kurs von rund 60 Euro entspricht das einem AufwĂ€rtspotenzial von etwa 9 Prozent. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits 24,5 Prozent zugelegt.
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Das Management passte seine Prognosen an. FĂŒr Brent-Rohöl erwartet OMV nun 85 bis 95 US-Dollar pro Barrel â zuvor waren es 65 US-Dollar. Die angehobene Preisprognose spiegelt die verĂ€nderte Lage an der StraĂe von Hormuz wider. Die Produktion soll im Gesamtjahr zwischen 280.000 und 290.000 Barrel tĂ€glich liegen â abhĂ€ngig davon, wie sich die Situation dort entwickelt.
Die Dividendenpolitik bleibt unverĂ€ndert: 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows plus 50 Prozent der Borouge-Dividende sollen ausgeschĂŒttet werden. FĂŒr AktionĂ€re ist das ein klares Signal, dass der Konzern trotz gestiegener Verschuldung an seiner AusschĂŒttungsstrategie festhĂ€lt.
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