Online-Betrug, Shopping

Online-Betrug: Mobile Shopping wird zur Risikofalle

29.01.2026 - 02:31:12

Cyberkriminelle nutzen gefälschte Apps und Phishing-Mails für Angriffe auf Smartphones. Identitätsdiebstahl hat langfristige Folgen, während Verbraucher sich unzureichend geschützt fühlen.

Cyberkriminelle zielen verstärkt auf Smartphone-Nutzer ab. Der Diebstahl digitaler Identitäten verursacht dabei nicht nur finanzielle Schäden, sondern hat auch langwierige persönliche Konsequenzen für die Opfer. Sicherheitsexperten und Verbraucherschützer schlagen Alarm.

Der Komfort des mobilen Einkaufens wird für viele zur Gefahr. Betrüger nutzen die oft geringere Aufmerksamkeit beim Surfen auf dem Handy gezielt aus. Laut Bitkom tätigt ein Großteil der Deutschen Online-Einkäufe inzwischen mobil – und begibt sich so in den Fokus der Kriminellen.

Die neuen Maschen: Gefälschte Apps und täuschend echtes Phishing

Die Methoden der Täter werden immer ausgefeilter. Besonders verbreitet sind diese beiden Fallen:

  • Phishing 2.0: Gefälschte E-Mails, SMS („Smishing“) oder Messenger-Nachrichten locken auf täuschend echte Webseiten. Unter Vorwänden wie Paketankündigungen werden Login-Daten und Bankinformationen abgegriffen.
  • Fake-Shops und Apps: Vor allem während Rabattaktionen wie dem Black Friday locken gefälschte Shopping-Apps oder Webseiten mit extrem günstigen Angeboten. Nach der Bezahlung kommt keine Ware – dafür sind die Zahlungsdaten gestohlen.
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Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor der zunehmenden Professionalisierung der Täter. Experten raten: Nur Apps aus den offiziellen Stores von Apple und Google laden und unbekannte Shops vor dem Kauf gründlich prüfen.

Identitätsdiebstahl: Der langwierige Albtraum danach

Das eigentliche Problem beginnt oft erst nach dem Betrug. Haben Kriminelle persönliche Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum, agieren sie im Namen ihrer Opfer. Die Folgen sind schwerwiegend:

  • Bestellungen auf Rechnung
  • Abschluss gefälschter Verträge
  • Eröffnung von Konten für kriminelle Zwecke

Betroffene kämpfen monatelang mit unberechtigten Mahnungen und müssen ihre Unschuld beweisen. Das kann zu negativen Schufa-Einträgen und einer dauerhaft geschädigten Kreditwürdigkeit führen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Opfern sofortige Anzeige bei der Polizei.

Verbraucher fühlen sich im Stich gelassen

Trotz der Risiken fühlt sich eine Mehrheit der Kunden nicht sicher. Der „Verbraucherreport 2025“ des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt ein klares Bild:

  • 60 Prozent fühlen sich nicht ausreichend vor Betrug geschützt.
  • 65 Prozent sehen sich vor irreführender Werbung oder versteckten Kosten nicht gut geschützt.
  • 78 Prozent hatten in den letzten zwei Jahren Probleme beim Online-Shopping – von langen Lieferzeiten bis zu mangelhafter Qualität.

Verbraucherschützer fordern schärfere gesetzliche Vorgaben für Plattformen, um Transparenz und Sicherheit zu erhöhen.

Ein technologisches Wettrüsten im Hintergrund

Hinter den Kulissen tobt ein Kampf zwischen Handel und Kriminellen. Eine Studie von CRIF zeigt: 95 Prozent der Online-Händler waren im vergangenen Jahr von Betrugsversuchen betroffen. Die Schäden für Unternehmen sind teils erheblich.

Der Handel investiert massiv in Präventionstechnologien. Gleichzeitig nutzen Betrüger selbst Künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe überzeugender zu gestalten. Die Einführung der starken Kundenauthentifizierung (SCA) bei Zahlungen war ein Schritt – doch Kriminelle finden immer neue Lücken.

Was können Verbraucher tun? Die Eigenverantwortung wird zum Schlüssel. Starke, einzigartige Passwörter, die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und eine gesunde Skepsis gegenüber zu verlockenden Angeboten sind das Minimum. In einem digitalisierten Alltag wird dieser Schutz immer wichtiger.

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