OpenAI plant Hardware-Offensive mit Jony Ive
24.01.2026 - 20:09:12OpenAI steigt in den Hardware-Markt ein und will 2026 erstmals KI-Geräte präsentieren. Das Unternehmen stellt sich damit gegen Apple und Google.
Die Pläne des KI-Software-Giganten, eigene physische Produkte zu entwickeln, haben konkrete Formen angenommen. Ein hochrangiger Manager bestätigte nun den Zeitplan: Die erste Vorstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Diese strategische Neuausrichtung folgt der spektakulären Übernahme von Jony Ives Designfirma io Products für rund 6,1 Milliarden Euro im Mai 2025.
Im Zentrum der aktuellen Gerüchte steht ein unter dem Codenamen „Gumdrop“ entwickeltes Gerät. Es handelt sich dabei um einen stiftförmigen KI-Assistenten mit integrierter Kamera und Mikrofon. Seine Hauptaufgabe: die analoge und digitale Welt zu verbinden.
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Der smarte Stift soll handschriftliche Notizen scannen und in digitalen Text umwandeln können. Auch Echtzeit-Transkription von Sprache wird ihm nachgesagt. Die Entwicklung unter der Leitung von OpenAI-Chef Sam Altman und Design-Legende Jony Ive läuft bereits seit 2025. Die Fertigung könnte bei Foxconn in Vietnam oder den USA erfolgen, um Lieferkettenprobleme zu umgehen. Ein Marktstart wäre frühestens 2027 denkbar.
„Sweetpea“: Der Angriff auf Apples AirPods
Doch der Stift ist nur ein Puzzleteil. Ein zweites, ambitionierteres Projekt trägt den Namen „Sweetpea“. Dabei soll es sich um ein Audiogerät handeln, das direkt mit Apples AirPods konkurrieren will.
Lecks beschreiben ein Ohr-gestütztes Design mit modularen, pillenförmigen Komponenten. Das Besondere: „Sweetpea“ soll von einem leistungsstarken 2-Nanometer-Chip angetrieben werden, der komplexe KI-Prozesse direkt auf dem Gerät ermöglicht. Weitere geplante Formfaktoren sind ein KI-Pin, smarte Brillen und ein Desktop-Lautsprecher – der Aufbau eines ganzen Ökosystems.
Die Technologie im Hintergrund
Die Hardware-Offensive wird von einer neuen Generation von Audio-KI-Modellen unterstützt. Noch vor Ende März 2026 will OpenAI ein verbessertes System vorstellen, das natürlichere Sprache erzeugen und in Echtzeit konversieren kann.
Diese Entwicklung ist entscheidend für den Erfolg bildschirmloser, sprachgesteuerter Geräte. Bereits die aktuellen Modelle gpt-audio und gpt-4o-transcribe zeigen, worauf das Unternehmen setzt: höchste Transkriptionsgenauigkeit und stimmliche Konsistenz.
Ein riskanter Schritt in einen schwierigen Markt
Die Strategie ist klar: OpenAI will mit ästhetisch ansprechenden, intuitiven Geräten eine „ruhigere“ Nutzererfahrung schaffen – weg vom ständigen Blick auf das Smartphone-Display, hin zu einer ambienten, integrierten KI-Assistenz.
Doch der Weg ist steinig. Der Markt für eigenständige KI-Gadgets hatte bisher einen holprigen Start. Produkte wie der Humane AI Pin oder das Rabbit R1 konnten keine nennenswerte Verbreitung erreichen. OpenAI muss einen überzeugenden Nutzen und eine einwandfreie User Experience bieten, um Verbraucher für eine neue Gerätekategorie zu gewinnen.
Die Branche blickt nun gespannt auf die zweite Jahreshälfte 2026. Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer bei OpenAI, bestätigte kürzlich beim Axios House Event in Davos den Zeitplan für die erste Vorstellung. Ein konkretes Verkaufsdatum in 2026 sei jedoch nicht garantiert. Für OpenAI wird dieser Moment richtungsweisend sein – der Startschuss für eine neue Ära des persönlichen Computing oder eine teure Fehlinvestition.
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