Original-Research: MOBOTIX AG (von Montega AG): Halten
18.04.2024 - 09:41:36 | dpa.deOriginal-Research: MOBOTIX AG - von Montega AG Einstufung von Montega AG zu MOBOTIX AG Unternehmen: MOBOTIX AG ISIN: DE0005218309 Anlass der Studie: Update Empfehlung: Halten seit: 17.04.2024 Kursziel: 1,20 EUR (zuvor: 2,60 EUR) Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten Letzte RatingĂ€nderung: - Analyst: Miguel Lago Mascato Starkes Top Line-Wachstum in 22/23 - Guidance fĂŒr das laufende Jahr korrigiert MOBOTIX hat jĂŒngst GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 22/23 vorgelegt. Nach zwei schwachen Vorjahren konnte MBQ wieder ein krĂ€ftiges Umsatzplus verzeichnen, blieb jedoch umsatz- und ergebnisseitig hinter der eigenen Erwartung zurĂŒck. FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Vorstand indes wieder deutlich rĂŒcklĂ€ufige Erlöse und fokussiert sich auf die Generierung nachhaltig profitabler GeschĂ€ftstĂ€tigkeiten. Umsatz v.a. im Software-Bereich deutlich gesteigert: Im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr erzielte MOBOTIX Erlöse von 63,1 Mio. EUR, was einer Steigerung von 12,7% yoy entspricht. Damit lĂ€sst der Konzern die letzten beiden durch Krisen bestimmten GeschĂ€ftsjahre hinter sich, wenngleich die Top Line marginal hinter der eigenen Erwartung zurĂŒckbleibt (64 bis 66 Mio. EUR). Laut Vorstand konnten sowohl bei den Hardware- als auch den SoftwareverkĂ€ufen das jeweilige Vorjahresniveau deutlich ĂŒbertroffen werden. Letztere dĂŒrften u.E. von der ersten volljĂ€hrigen Konsolidierung der VAXTOR-Gruppe profitiert haben, die offenbar erfolgreich in den Konzern eingegliedert werden konnte. Mit einem Umsatzniveau von knapp 5 Mio. EUR (>100% yoy) wurden die Managementerwartungen deutlich ĂŒbertroffen, womit VAXTOR zunehmend relevanter fĂŒr MOBOTIX wird. Insgesamt betrugen die Softwareerlöse laut Vorstand 13% des Konzernumsatzes bzw. 8,2 Mio. EUR. Sondereffekte belasten Ergebnis - Finanzierung durch MehrheitsaktionĂ€r gesichert: Durch die Wertberichtigung auf Kundenforderungen (3,3 Mio. EUR) verfehlte man den unterjĂ€hrig korrigierten EBIT-Korridor (-3,9 Mio. EUR; -0,8 bis -0,2 Mio. EUR). Bereinigt hĂ€tte das EBIT innerhalb der Guidance (-0,6 Mio. EUR) gelegen und unsere Erwartung (-1,4 Mio. EUR) deutlich ĂŒbertroffen. Dabei dĂŒrfte der weiter ausgebaute Anteil an hochprofitablen Softwareerlösen am Gesamtumsatz zu einer Verbesserung der Material- und Personalaufwandsquote gefĂŒhrt haben. Neben den Erfolgen im Software-GeschĂ€ft wird das anspruchsvolle Wettbewerbsumfeld im Hardware-GeschĂ€ft in der weiterhin schwachen KonzernprofitabilitĂ€t ebenfalls ersichtlich. Der Aufsichtsrat bezeichnet die Finanzlage in seinem Bericht als 'durchgĂ€ngig angespannt'. Abgesehen von einer kleinen Betriebsmittellinie und einer Immobilienfinanzierung fĂŒr den Hauptstandort in Langmeil ist die Finanzierung der Gesellschaft mittlerweile durch Gesellschafterdarlehen gesichert, was die unverĂ€nderte UnterstĂŒtzungsbereitschaft Konica Minoltas unterstreicht. Ambitionen fĂŒr das laufende Jahr deutlich unter bisher kommunizierten Niveaus: Im Mai 2023 hatte der Vorstand die Mittelfristprognose bis 2026 aktualisiert und in diesem Zuge fĂŒr das GJ 23/24 ein Umsatzniveau von 79 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von 5,2% in Aussicht gestellt. Die nun kommunizierte Guidance liegt deutlich darunter und impliziert entgegen unserer bisherigen Erwartung (Umsatz: +9,0% yoy) eine rĂŒcklĂ€ufige Top Line zwischen -11,3% bis -14,5% yoy. Laut Vorstand fokussiert sich das Unternehmen vermehrt auf Projekte mit niedrigeren Volumina, um angemessene DeckungsbeitrĂ€ge realisieren zu können. Dies sollte sich ebenfalls positiv auf die Cash-Generierung auswirken. Neben dem Launch der neuen Produktplattform MOBOTIX ONE und der Fokussierung auf die attraktiven VertikalmĂ€rkte Gesundheitswesen, Industrie und Versorgungsunternehmen sollen sich aus der weiteren Internationalisierung der Umsatzbasis positive Effekte ergeben. Zuletzt konnte man mit der Unterzeichnung einer Abnahmevereinbarung mit einem indonesischen Distributor fĂŒr hochwertige CCTV- und IT-Lösungen im Umfang von ca. 4 Mio. USD hier einen Erfolg vermelden. Ergebnisseitig soll mit einer EBIT-Marge zwischen 0,5 bis 1,4%, unabhĂ€ngig von der deutlich rĂŒcklĂ€ufigen Top Line, die RĂŒckkehr in die Gewinnzone erfolgen. Trotz dynamisch wachsender Softwareerlöse scheinen u.E. deutliche Kosteneinsparungen hierfĂŒr unumgĂ€nglich. Denn in 21/22 erzielte MBQ bei UmsĂ€tzen von rund 56 Mio. EUR (entspricht dem oberen Ende der Bandbreite der aktuellen Guidance) ein deutlich negatives operatives Ergebnis (EBIT: -7,5 Mio. EUR). Laut Vorstand sollen die Kosteneinsparungen v.a. auf der Personalseite realisiert werden. Die Einspareffekte aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dĂŒrften hingegen nur marginal ausfallen. ZusĂ€tzlicher RĂŒckenwind sollte sich aus einem verbesserten Produktmix und einer dadurch ĂŒberproportional rĂŒcklĂ€ufigen Materialaufwandsquote ergeben. Vorstand will zur HV neue Mittelfristplanung prĂ€sentieren: Mittelfristig bilden wir unverĂ€ndert trotz einer weiteren Steigerung des Softwareanteils am Gesamtumsatz bis 2026 auf rund 23% eine Materialaufwandsquote zwischen 42% und 43% ab. So dĂŒrfte MOBOTIX sich nach dem laufenden Jahr (Materialaufwandsquote: 39,4%) zukĂŒnftig wieder zunehmend an GroĂprojekten beteiligen. Dank einer zukĂŒnftig restriktiven Einstellungspolitik und starker Kostenkontrolle bei den Betriebskosten sollten sich Personalaufwand und sbA im Prognosezeitraum unterproportional zum Umsatz entwickeln und in niedrigeren Kostenquoten resultieren. Neben der deutlich reduzierten Umsatzerwartung bilden wir ebenfalls höhere WC- und Investitionsquoten sowie ein nochmals reduziertes Margenprofil im Prognosezeitraum ab (24e-29e: 5,1%; zuvor: 8,1%). Auch die Terminal EBIT-Marge haben wir weiter reduziert (5,0%; zuvor: 8,3%). Der Vorstand ĂŒberarbeitet aktuell die im Mai vorgestellte Mittelfristprognose mit der Zielsetzung, diese auf der anstehenden HV Ergebnisse zu prĂ€sentieren. Weiterentwicklung von VAXTOR als zentrale SĂ€ule der KonzernprofitabilitĂ€t: Laut Vorstand spielt VAXTOR bei der strategischen Entwicklung des MOBOTIX-Konzerns eine wichtige Rolle und hat sich in verschiedenen Anwendungsfeldern (VideoĂŒberwachung, Smart City und MobilitĂ€t) als MarktfĂŒhrer etabliert. Das Management plant mittelfristig die Investitionen hier fortzufĂŒhren, um die starke Marktposition aufrecht erhalten zu können. Wir gehen davon aus, dass in diesem Segment sowohl die ProfitabilitĂ€t als auch die Kapitalrenditen deutlich höher ausfallen als im angestammten Hardware-Bereich, weshalb wir diese Strategie begrĂŒĂen. Fazit: In 22/23 konnte MBQ ein deutliches Umsatzplus verzeichnen und auf bereinigter Basis ergebnisseitig den Gegenwind im Hardware-GeschĂ€ft weitestgehend durch ein hochprofitables Software-GeschĂ€ft kompensieren. Das AusmaĂ der Guidance-Korrektur fĂŒr das laufende Jahr und die avisierte Aktualisierung der Mittelfristprognose stellen fĂŒr uns eine Ăberraschung dar. Die Abkehr von GroĂprojekten aufgrund des nachteiligen Cash Flow-Profils dieser AuftrĂ€ge bewerten wir positiv, allerdings verdeutlicht diese u.E. auch die angespannte Finanzlage des Konzerns. Die Finanzierung ist aufgrund der Entschlossenheit des AnkeraktionĂ€rs zunĂ€chst bis Mitte 2025 gewĂ€hrleistet. Wir bestĂ€tigen unser Rating (Halten) mit einem reduzierten Kursziel von 1,20 EUR (zuvor: 2,60 EUR). +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter BörsengeschĂ€fte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Ăber Montega: Die Montega AG ist eines der fĂŒhrenden bankenunabhĂ€ngigen ResearchhĂ€user mit klarem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Das Coverage-Universum umfasst Titel aus dem MDAX, TecDAX, SDAX sowie ausgewĂ€hlte Nebenwerte und wird durch erfolgreiches Stock-Picking stetig erweitert. Montega versteht sich als ausgelagerter Researchanbieter fĂŒr institutionelle Investoren und fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die Veranstaltung von Roadshows, Fieldtrips und Konferenzen. Zu den Kunden zĂ€hlen langfristig orientierte Value-Investoren, Vermögensverwalter und Family Offices primĂ€r aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjĂ€hrige Erfahrung in der Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus. Die vollstĂ€ndige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/29455.pdf Kontakt fĂŒr RĂŒckfragen Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: research@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag -------------------ĂŒbermittelt durch die EQS Group AG.------------------- FĂŒr den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter BörsengeschĂ€fte.
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