Outlook-Registry-Tricks: So umgehen Profis die 20-MB-Grenze
23.01.2026 - 09:23:12Ein achtstündiger Ausfall von Microsoft 365 hat weltweit Unternehmen lahmgelegt. Jetzt rücken versteckte Windows-Registry-Einstellungen in den Fokus, mit denen sich der klassische Outlook-Client retten lässt.
Der massive Dienstausfall am Donnerstag hat eine grundsätzliche Frage aufgeworfen: Wie viel Kontrolle behalten Nutzer noch über ihre zentrale Arbeitssoftware? Während Microsoft auf die webbasierte „New Outlook“-Version drängt, kämpfen viele Unternehmen um den Erhalt des klassischen Clients. Der Grund: Nur hier funktionieren bewährte Tricks, wie die Umgehung des lästigen 20-Megabyte-Anhanglimits.
Die geheime Registry-Änderung für größere Dateianhänge
Trotz Cloud-Links sind direkte Dateianhänge in vielen Workflows unverzichtbar. Outlook begrenzt sie standardmäßig auf 20 MB, um Server zu entlasten. Für Nutzer der Classic Outlook-Versionen (2016-2021 und 365 Classic) ist diese Grenze jedoch künstlich – sie wird vom Client, nicht zwingend vom Server erzwungen.
Technikexperten bestätigen: Der Registry-Tweak MaximumAttachmentSize funktioniert auch 2026 noch. Die Änderung zwingt den Outlook-Client, größere Dateien zu akzeptieren, bevor er sie zum Versuch des Versands annimmt.
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So wird die Grenze angepasst:
Der Schlüssel liegt in der Windows-Registry unter diesem Pfad:
HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftOffice16.0OutlookPreferences
Hier muss der DWORD-Wert MaximumAttachmentSize angelegt oder bearbeitet werden. Der Wert wird in Kilobyte (KB) angegeben. 51200 setzt das Limit beispielsweise auf 50 MB. Ein Wert von 0 hebt die Begrenzung theoretisch auf, was jedoch zu Timeouts führen kann.
Wichtig: Dieser Trick ändert nur das clientseitige Limit. Falls der empfangende Mailserver (oder der eigene Exchange-Server) eine strengere Obergrenze von oft 25 oder 35 MB hat, wird die E-Mail dennoch abgewiesen. In internen Netzwerken oder modernen Exchange-Umgebungen, die bis zu 150 MB erlauben, ist die Registry-Änderung jedoch der Schlüssel zu dieser Kapazität.
Abwehrschlacht gegen die erzwungene „New Outlook“-Migration
Die Nützlichkeit dieses Tricks ist direkt bedroht. Microsoft drängt aggressiv auf den „New Outlook“ für Windows – einen webbasierten Client, der den klassischen, COM-basierten Outlook ersetzt. Die neue Version ignoriert die alten Registry-Schlüssel, wodurch die MaximumAttachmentSize-Änderung wirkungslos wird.
Berichte vom 22. Januar deuten darauf hin, dass Microsoft den automatischen Migrationsprozess verschärft hat. Viele Nutzer finden ihren Client plötzlich in der neuen Oberfläche vor.
IT-Administratoren haben jedoch einen Gegenangriff gefunden. Ein spezieller Registry-Schlüssel kann die Migration blockieren:
HKEY_CURRENT_USERSoftwarePoliciesMicrosoftoffice16.0outlookpreferences
Hier sichert der DWORD-Wert NewOutlookMigrationUserSetting mit dem Datenwert 0 den klassischen Client. Er deaktiviert den „Neuen Outlook testen“-Schalter und verhindert, dass Hintergrunddienste die Anwendung umstellen.
Instabile Dienste heizen die Debatte an
Das Ringen um Registry-Einstellungen findet in einer turbulenten Woche für Microsoft 365 statt. Der Ausfall am 22. Januar legte Outlook, Teams und das Admin-Center lahm. Laut Microsoft war eine falsch konfigurierte Lastverteilung schuld, die Millionen Nutzer in Nordamerika traf.
Zwar waren die Dienste bis zum Morgen des 23. Januar weitgehend wiederhergestellt, doch der Vorfall nährt die Skepsis gegenüber cloudabhängigen Features. Ein separates Problem aus dem Windows-Update vom 13. Januar verschärft die Lage: Es lässt den klassischen Outlook einfrieren, wenn auf PST-Dateien in OneDrive zugegriffen wird. Microsoft rät, die Dateien lokal zu speichern, bis ein Patch kommt.
Diese Stabilitätsprobleme veranlassen viele Unternehmen, Feature-Updates auszusetzen und auf registry-erzwungene Stabilität zu setzen – etwa durch das Blockieren des neuen Outlook.
Die Uhr tickt: Support-Ende für Classic Outlook 2028
Die Zeit für solche Workarounds läuft ab. Branchen-Roadmaps zeigen: Microsoft plant für April 2026 eine „Opt-Out“-Phase, in der der neue Client zur Standardinstallation wird. Die „Cutover“-Phase, die den vollständigen Support-Ende für Classic Outlook in den Microsoft 365 Apps bedeutet, wird für Anfang 2028 erwartet.
Bis dahin bleiben die Registry-Schlüssel MaximumAttachmentSize und NewOutlookMigrationUserSetting essentielle Werkzeuge für Nutzer, die maximale Kontrolle über ihr E-Mail-Programm fordern. Experten raten, vor Änderungen ein Registry-Backup zu erstellen und den Microsoft 365 Message Center für Updates zum Migrationszeitplan im Auge zu behalten.
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