Oxford-Studie, Vegetarier

Oxford-Studie: Vegetarier haben höheres Risiko für zwei Krebsarten

27.03.2026 - 00:00:27 | boerse-global.de

Eine große Metaanalyse zeigt, dass Vegetarier und Veganer ein geringeres Risiko für einige Krebsarten, aber ein erhöhtes Risiko für Speiseröhren- und Darmkrebs haben.

Oxford-Studie: Vegetarier haben höheres Risiko für zwei Krebsarten - Foto: über boerse-global.de
Oxford-Studie: Vegetarier haben höheres Risiko für zwei Krebsarten - Foto: über boerse-global.de

Eine große Metaanalyse der Universität Oxford liefert neue, teils überraschende Erkenntnisse zum Krebsrisiko bei fleischloser Ernährung. Die im März 2026 veröffentlichte Studie mit 1,8 Millionen Teilnehmern zeigt ein komplexes Bild: Während Vegetarier bei vielen Krebsarten besser abschneiden, haben sie ein deutlich erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs. Veganer sind sogar stärker von Darmkrebs betroffen.

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Schutz und Risiko liegen nah beieinander

Die Forscher um Aurora Pérez-Cornago analysierten Daten über durchschnittlich 16 Jahre. Sie verglichen Fleischesser mit Vegetariern, Veganern, Pescetariern und Geflügelessern. Das Ergebnis ist keine pauschale Empfehlung für oder gegen pflanzliche Kost.

Vegetarier punkten mit einem deutlich geringeren Risiko für fünf Krebsarten. Besonders stark ist der Effekt bei Nierenkrebs (minus 28 Prozent) und Multiplem Myelom (minus 31 Prozent). Auch bei Brust- und Prostatakrebs liegen sie vorn. Pescetarier haben ein um 15 Prozent niedrigeres Darmkrebsrisiko.

Die Schattenseiten der fleischlosen Ernährung

Doch die Studie förderte auch alarmierende Befunde zutage. Vegetarier erkranken fast doppelt so häufig an Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre. Die Forscher vermuten einen Mangel an bestimmten B-Vitaminen als mögliche Ursache.

Noch überraschender: Veganer haben ein um 40 Prozent höheres Risiko für Darmkrebs als Fleischesser. Die absolute Fallzahl ist zwar klein, das Ergebnis aber statistisch relevant. Experten diskutieren niedrige Kalzium- und Vitamin-B12-Werte als Gründe.

Nicht das "Ob", sondern das "Wie" entscheidet

Die Studie fällt mit der Aktualisierung des "Europäischen Kodex gegen Krebs" zusammen. Die WHO betont weiterhin eine pflanzenreiche Ernährung, warnt aber vor verarbeitetem Fleisch. Ein zentraler Punkt: Viele moderne Fleischersatzprodukte sind hochverarbeitet und enthalten viel Salz und Fett.

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Das könnte den gesundheitlichen Vorteil zunichtemachen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont daher die "gut geplante" vegane Ernährung. Entscheidend ist die Gesamtzusammensetzung des Speiseplans, nicht nur der Verzicht auf Fleisch.

Personalisierte Ernährung als Zukunft

Die Studie zeigt, dass es die eine perfekte Ernährung für alle nicht gibt. Die Ernährungsmedizin wird sich künftig stärker auf individuelle Empfehlungen konzentrieren. Die Überwachung kritischer Nährstoffe wie Vitamin B12 und Kalzium bei Veganern könnte zum Standard werden.

Gleichzeitig wächst der Druck auf die Lebensmittelindustrie, gesündere Alternativen anzubieten. Die Politik diskutiert bereits strengere Kennzeichnungspflichten. Eine pflanzenbetonte Ernährung bleibt ein starkes Instrument – wenn sie ausgewogen und gut geplant ist.

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