PayPal, Aktie

PayPal Aktie: 23 Prozent Minus seit Jahresbeginn

13.05.2026 - 20:09:45 | boerse-global.de

PayPal präsentiert KI- und Krypto-Zukunft, während Analysten sinkende Kurse und Wettbewerbsdruck prognostizieren.

PayPal Aktie: 23 Prozent Minus seit Jahresbeginn - Foto: über boerse-global.de
PayPal Aktie: 23 Prozent Minus seit Jahresbeginn - Foto: über boerse-global.de

Das Management von PayPal zeichnet in Miami eine mutige Zukunftsvision rund um Künstliche Intelligenz und Krypto. Die Wall Street reagiert prompt mit Skepsis. Analysten sehen den Zahlungsdienstleister vor einer massiven Bewährungsprobe.

Morgan Stanley rät am Mittwoch weiterhin zum Verkauf der Aktie. Analyst James Faucette belässt das Kursziel bei 34 US-Dollar. Er sieht eine "unüberwindbare Wand der Sorge". Wachsender Wettbewerb und begrenzte Spielräume bei den Kernkunden belasten das Geschäft.

Parallel dazu senkt Truist das Kursziel auf 44 US-Dollar. Die Börse quittiert diese Aussichten mit weiteren Abgaben. Aktuell notiert das Papier bei 38,30 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf rund 23 Prozent.

KI-Agenten verändern den Handel

Im Zentrum der Bedenken steht ein struktureller Wandel. Sogenannter "Agentic Commerce" gewinnt an Bedeutung. Dabei übernehmen KI-Programme den Einkauf. Faucette befürchtet einen Verlust von PayPals größtem Vorteil. Der bequeme Checkout-Button verliert an Wert, wenn Maschinen im Hintergrund standardisiert bezahlen.

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PayPal hält aktiv dagegen. Auf einer Branchenkonferenz positionierte das Management den eigenen Stablecoin PYUSD als Lösung. KI-Agenten können keine klassischen Bankkonten nutzen. Die programmierbare Krypto-Währung schließt diese Lücke.

Um die technische Basis zu bauen, kooperiert der Konzern mit Google. Gemeinsam mit über 120 Partnern unterstützen sie ein neues Protokoll für automatisierte Zahlungen. Die Folge: Ein offener Standard für den Maschinen-Handel entsteht.

Händler hinken hinterher

Bis diese Vision Umsatz bringt, vergeht Zeit. Eigene Daten von PayPal belegen das Problem. Zwar registrieren 95 Prozent der Händler bereits KI-Traffic auf ihren Seiten. Allerdings besitzen nur 20 Prozent maschinenlesbare Produktkataloge.

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Das bremst den Fortschritt zusätzlich. Die Branche ringt um klare Regeln für fehlerhafte KI-Bestellungen. Laut May Zabaneh, Krypto-Chefin bei PayPal, bleibt die Haftung bei automatisierten Käufen eines der größten ungelösten Probleme.

Vorerst dominiert das operative Tagesgeschäft. Das Management erwartet für das zweite Quartal 2026 ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum. Die Transaktionsmargen dürften weiter sinken. Der laufende Konzernumbau kostet Geld, bevor das geplante Sparprogramm von 1,5 Milliarden US-Dollar greift. Der nächste Quartalsbericht liefert die konkreten Margen-Zahlen für diese Übergangsphase.

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