Aktie, Altlasten

pbb Aktie: Altlasten verdaut

27.03.2026 - 17:29:33 | boerse-global.de

Die Deutsche Pfandbriefbank meldet einen Jahresfehlbetrag, doch Anleger honorieren die Transparenz. Das NeugeschÀft wÀchst stark und die Kapitalbasis bleibt solide.

pbb Aktie: Altlasten verdaut - Foto: ĂŒber boerse-global.de
pbb Aktie: Altlasten verdaut - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der GeschĂ€ftsbericht 2025 der Deutschen Pfandbriefbank war keine leichte LektĂŒre — und trotzdem stieg der Kurs nach der Veröffentlichung spĂŒrbar an. Anleger quittierten offenbar die nun vollstĂ€ndige Transparenz ĂŒber das Krisenjahr mit Erleichterung.

Was der Bericht offenbart

Der Fehlbetrag fĂŒr 2025 belĂ€uft sich auf 284 Millionen Euro. Treiber war eine Risikovorsorge von 410 Millionen Euro, wovon allein 334 Millionen Euro auf das inzwischen abgewickelte US-GeschĂ€ft entfielen. Die Eigenkapitalrendite rutschte auf minus 10,6 Prozent — eine Dividende fĂŒr 2025 gibt es entsprechend nicht.

Auf der anderen Seite stehen Zahlen, die zeigen, dass das operative Fundament intakt ist. Das NeugeschĂ€ft legte 2025 um knapp ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zu. FĂŒr 2026 peilt das Management 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an. Die CET-1-Quote von 14,9 Prozent und eine LiquiditĂ€tsreserve von 5 Milliarden Euro signalisieren eine solide Kapitalausstattung.

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Institutionelle Signale und magere Gewinnprognose

Parallel zum Bericht wurde bekannt, dass Goldman Sachs seine Stimmrechte ĂŒber Finanzinstrumente auf 6,06 Prozent ausgebaut hat — ein Schritt, der institutionelles Interesse am gedrĂŒckten Kursniveau dokumentiert.

Allerdings bleibt die Gewinnerwartung fĂŒr 2026 bescheiden: Der Vorstand rechnet mit einem Vorsteuergewinn von lediglich 30 bis 40 Millionen Euro. Die angestrebte Eigenkapitalrendite von 8 Prozent ist erst fĂŒr 2028 oder spĂ€ter realistisch. Zudem steht mit Barkha Mehmedagic ab Juni eine neue Verantwortliche fĂŒr das Immobilienfinanzierungsressort bereit — sie wechselt von der ING Deutschland.

Die Aktie notiert trotz der jĂŒngsten Erholung rund 34 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der nĂ€chste konkrete PrĂŒfstein ist die Hauptversammlung am 21. Mai 2026, auf der das Management zeigen muss, ob das NeugeschĂ€ftsziel fĂŒr 2026 auf Kurs liegt und das europĂ€ische Portfolio die erhofften ErtrĂ€ge liefert.

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