Pepsi, Aktie

Pepsi Aktie: 1,48-Dollar-Dividende um vier Prozent erhöht

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 18:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Snack- und Getränkekonzern kündigt eine höhere Quartalsdividende und ein neues Rückkaufprogramm an. Gleichzeitig senkt das Unternehmen die Preise für seine wichtigsten Chip-Marken.

PepsiCo erhöht Dividende und startet milliardenschweren Aktienrückkauf
Moderne Büroarchitektur im Sonnenlicht als Symbol für finanzielles Wachstum und Dividendenstabilität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

PepsiCo hat seine Dividende erneut angehoben und zugleich ein neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Der Schritt fällt in eine Phase, in der der Snack- und Getränkekonzern unter dem Druck des aktivistischen Investors Elliott Investment Management sein Nordamerika-Geschäft umbaut – inklusive spürbarer Preissenkungen bei den wichtigsten Chip-Marken.

Dividendenanhebung und neues Rückkaufprogramm

Der Vorstand von PepsiCo hat eine Quartalsdividende von 1,48 US-Dollar je Aktie beschlossen, ein Plus von vier Prozent gegenüber der vorherigen Ausschüttung. Zahltag ist der 30. September, maßgeblich für den Anspruch ist der 4. September. Parallel genehmigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Milliarden US-Dollar mit Laufzeit bis 2030. Damit bekräftigt der Konzern seinen Ruf als verlässlicher Dividendenzahler – die Ausschüttung läuft inzwischen seit weit über 50 Jahren ununterbrochen nach oben.

Der Hintergrund der Kapitalmaßnahmen ist der wachsende Druck von Elliott Investment Management. Der Aktivist drängt PepsiCo dazu, sich stärker auf die Kernmarken zu konzentrieren und das Engagement im Abfüllgeschäft zurückzufahren. Als Teil dieser Vereinbarung kündigte der Konzern an, sein Produktsortiment um ein Fünftel zu verschlanken.

Preissenkungen bei Lay's und Doritos

Sichtbarster Ausdruck des Umbaus sind die Preissenkungen: PepsiCo reduziert die Preise für Lay's, Doritos, Cheetos und Tostitos um bis zu knapp 15 Prozent. Der Schritt reagiert auf spürbaren Widerstand der Verbraucher gegen die bisherige Preispolitik – im jüngsten Quartal war das Volumen der verkauften Lebensmittelprodukte in Nordamerika um ein Prozent gesunken. CEO Ramon Laguarta nannte laut einem Bericht von NPR die Erschwinglichkeit als größte Hürde für Konsumenten mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Operativ zeigte sich PepsiCo zuletzt robust: Im zweiten Quartal übertraf der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 2,20 US-Dollar die Konsensschätzung von 2,19 US-Dollar. Der Umsatz kletterte um 6,4 Prozent auf 24,18 Milliarden US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 23,95 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Gewinn je Aktie zwischen 8,55 und 8,71 US-Dollar. Im Vergleich zu Coca-Cola, das im ersten Quartal eine operative Marge von 35,0 Prozent und ein Umsatzwachstum von 11,4 Prozent auswies, fällt PepsiCo mit einer Marge von 16,8 Prozent deutlich ab – ein Unterschied, den Anleger angesichts der laufenden Restrukturierung im Blick behalten dürften.

Institutionelle Investoren uneins

Das Bild unter den institutionellen Anlegern ist gemischt. Während Waverly Advisors seinen Bestand im ersten Quartal um 6,9 Prozent auf 194.605 Aktien reduzierte, stockte OMERS Administration Corp seine Position um 15,9 Prozent auf einen Wert von rund 21,16 Millionen US-Dollar auf. Auch Epoch Investment Partners und Aristotle Atlantic Partners bauten ihre Bestände aus. Insgesamt befinden sich rund 73 Prozent der PepsiCo-Aktien in institutioneller Hand. Der Analystenkonsens lautet mehrheitlich „Halten“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 157,90 US-Dollar, wobei einzelne Häuser angesichts der Umbauphase vorsichtiger bleiben und Zielspannen von 140 bis 150 US-Dollar nennen.

Kursbild bleibt angeschlagen

Im deutschen Handel schloss die Pepsi-Aktie am Freitag bei 120,42 Euro und legte damit um 1,53 Prozent zu. Zum 52-Wochen-Hoch von 144,88 Euro, das Anfang März markiert wurde, fehlen dem Papier weiterhin knapp 17 Prozent. Die laufende Neuausrichtung unter Elliott-Druck, die Preiszugeständnisse bei den Kernmarken und die gleichzeitige Kapitalrückführung an Aktionäre zeichnen das Bild eines Konzerns im Umbruch, dessen Erfolg sich erst in den kommenden Quartalen an Volumenzahlen und Margen ablesen lassen wird.

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