Emissionshandel, Bayern

Emissionshandel: Bayern fordert Beteiligung fĂŒr BundeslĂ€nder

09.12.2025 - 14:52:50

Per Bundesratsinitiative will der Freistaat Bayern eine neue Verteilung der Einnahmen aus dem deutschen und europÀischen Emissionshandel durchsetzen.

Ziel sei "die sachgerechte Entlastung der LĂ€nder und Kommunen bei ihrer zentralen Rolle im Klimaschutz", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in MĂŒnchen.

2024 betrugen Einnahmen fĂŒr den Bund 18,5 Milliarden Euro

Konkret fordert Bayern, dass 25 Prozent der Einnahmen aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten direkt an die LĂ€nder weiterzugeben. Dies wĂŒrde, so Herrmann, fĂŒr Bayern rund 750 Millionen Euro bedeuten. 2024 hatte der Bund, der bisher die Einnahmen alleine erhĂ€lt, 18,5 Milliarden Euro eingenommen. Der Bund stellt bisher einen Teil der Einnahmen zwar bereits den LĂ€ndern zur VerfĂŒgung, jedoch in Form von festgelegten Förderprogrammen.

"Wir glauben aber, dass da deutlich mehr und eine grĂ¶ĂŸere Hebelwirkung angesetzt werden könnte, beschleunigt und vor allem entbĂŒrokratisiert werden könnte, wenn man einfach die Kommunen und die LĂ€nder unmittelbar an diesen Einnahmen beteiligt", sagte Herrmann. Rund 50 Prozent der öffentlichen Investitionen fĂŒr den Klimaschutz stammten von LĂ€ndern und Kommunen. Die Ausgabenlast mĂŒsse auch bei der Verteilung der Einnahmen stĂ€rker berĂŒcksichtigt werden.

Initiative soll am 19. Dezember in Bundesrat eingebracht werden

Auf Nachfrage erklĂ€rte Herrmann, dass ihm bisher noch keine RĂŒckmeldungen von anderen BundeslĂ€ndern zur bayerischen Initiative bekannt seien. Sie solle in der letzten Sitzung des Jahres am 19. Dezember in die LĂ€nderkammer eingebracht werden. Die Einnahmen aus dem europĂ€ischen und dem nationalen Emissionshandel steigen seit Jahren kontinuierlich an. Die Erlöse fließen vollstĂ€ndig in den Klima- und Transformationsfonds, der als Finanzierungsinstrument einen zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands leistet.

@ dpa.de