Pernod, Ricard

Pernod Ricard Aktie: Fusion mit Jack Daniel's?

27.03.2026 - 12:40:23 | boerse-global.de

Die Spirituosenkonzerne Pernod Ricard und Brown-Forman verhandeln über einen Zusammenschluss. Der Deal könnte Absolut Vodka und Jack Daniel's vereinen und Einsparpotenziale in einer unter Druck stehenden Branche heben.

Pernod Ricard Aktie: Fusion mit Jack Daniel's? - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Pernod Ricard Aktie: Fusion mit Jack Daniel's? - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Absolut Vodka trifft Jack Daniel's – zumindest auf dem Verhandlungsparkett. Pernod Ricard und Brown-Forman haben bestätigt, über einen Zusammenschluss zu sprechen. Ein Deal, der zwei der bekanntesten Spirituosenkonzerne der Welt vereinen würde.

Fusion unter Gleichen – oder doch Übernahme?

Beide Unternehmen beschreiben die geplante Transaktion als „Fusion unter Gleichen". Pernod bringt dabei rund 17 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung mit, Brown-Forman kommt auf etwa 12 Milliarden Dollar. Ein erheblicher Aktienanteil soll Teil des Deals sein – die Gründerfamilien beider Häuser würden bedeutende Beteiligungen an der neu entstehenden Gesellschaft halten.

Die Familien spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Brown-Familie kontrolliert bei Brown-Forman die Mehrheit der Stimmrechte und hat fusionsähnliche Angebote in der Vergangenheit wiederholt abgelehnt. Dass sie jetzt offen für Gespräche ist, lässt tief blicken – angesichts einer Branche, die seit Jahren mit sinkender Nachfrage kämpft.

Eine Branche unter Druck

Der Hintergrund dieser Annäherung ist wenig schmeichelhaft für die Spirituosenindustrie. In den USA ist der Anteil der trinkenden Erwachsenen auf 54 Prozent gefallen – ein historischer Tiefstand. GLP-1-Medikamente, Gesundheitsbewusstsein und der Aufstieg von Cannabis-Getränken nagen am Absatz. Hinzu kommen Zölle, die wichtige Märkte abgeschnitten haben: Kanada räumte bereits 2025 weitgehend US-amerikanische Spirituosen aus seinen Regalen.

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Entsprechend düster fiel zuletzt der Quartalsbericht von Brown-Forman aus. Umsätze in den USA und Europa schwächeln, Verbraucher sparen. Beide Unternehmen haben bereits Restrukturierungspläne angekündigt, bei Brown-Forman inklusive Stellenabbau.

Aus Analystensicht ergibt ein Zusammenschluss vor allem defensiven Sinn. Die Überlappungen im US-amerikanischen und europäischen Markt böten erhebliche Einsparpotenziale – Wachstumsprobleme löst die Fusion allerdings nicht.

Wie die Märkte reagierten

Die Kursreaktion fiel erwartungsgemäß asymmetrisch aus. Brown-Forman legte gestern rund 10 Prozent zu, während Pernod Ricard knapp 6 Prozent einbüßte – der Markt bewertet den Deal also eher als Vorteil für die amerikanische Seite. Heute holt Pernod einen Teil der Verluste zurück, die Aktie notiert rund 3 Prozent im Plus.

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Ob aus den Gesprächen ein unterschriftsreifer Vertrag wird, ist noch offen. Beide Unternehmen haben signalisiert, dass ein Abschluss im besten Fall binnen weniger Wochen möglich wäre – aber auch, dass noch keine Einigung erzielt wurde.

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