Pernod, Ricard

Pernod Ricard: Kartelluntersuchung in Indien eingeleitet

13.05.2026 - 02:59:13 | boerse-global.de

Indische Wettbewerbshüter leiten Untersuchung gegen Pernod Ricard ein. Der Spirituosenkonzern wehrt sich gegen Vorwürfe und kündigt Kooperation an.

Pernod Ricard: Kartelluntersuchung in Indien eingeleitet - Foto: über boerse-global.de
Pernod Ricard: Kartelluntersuchung in Indien eingeleitet - Foto: über boerse-global.de

Die Wettbewerbshüter in Indien haben Pernod Ricard ins Visier genommen. Die Competition Commission of India ordnete eine ausführliche Kartelluntersuchung an. Im Kern geht es um den Verdacht, dass der Spirituosenkonzern in Neu-Delhi Händler mit exklusiven Absprachen bevorzugt haben könnte.

Vorwurf: Rabatte gegen Regalplatz

Die Behörde prüft Vorwürfe, wonach Pernod Ricard Einzelhändler über Finanzhilfen an sich gebunden haben soll. Demnach stellte der Konzern 2021 Bürgschaften von umgerechnet rund 23 Millionen Euro bereit, damit unabhängige Händler Kredite für ihre Lizenzen aufnehmen konnten.

Im Gegenzug sollen die Läden verpflichtet worden sein, mindestens 35 Prozent ihres Sortiments mit Marken des Konzerns zu bestücken. Dazu zählen Absolut, Chivas Regal und Jameson. Die Wettbewerbshüter sehen darin eine mögliche Verzerrung der Nachfrage, weil konkurrierende Marken verdrängt werden könnten.

Ein wichtiger Markt gerät unter Druck

Indien ist für Pernod Ricard der wichtigste Markt nach Absatz. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte der Konzern dort Umsätze von 274,45 Milliarden Rupien, rund 3 Milliarden Dollar. Das zeigt, wie empfindlich jede regulatorische Verschärfung in dieser Region wirkt.

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Der Fall kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Konzern wehrt sich bereits gegen eine Steuerforderung über 250 Millionen Dollar und gegen weitere Untersuchungen zu Verstößen gegen die Alkoholpolitik in Neu-Delhi. Früher hatten solche Konflikte dazu geführt, dass lokale Behörden die Lizenzverlängerung zeitweise blockierten. Der betroffene Delhi-Bereich macht allerdings weniger als 5 Prozent des Indiengeschäfts aus.

Aktie unter Druck

An der Börse kam die Nachricht nicht gut an. Die Aktie fiel im frühen Handel um 1,41 Prozent auf 62,78 Euro. Über zwölf Monate hat der Titel rund 35 Prozent verloren. Der Kurs liegt zudem deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 18,50 Dollar und nähert sich dem unteren Bollinger-Band.

Auch die Leerverkäufer sind aktiver geworden. Der Netto-Short-Anteil stieg zuletzt auf 3,04 Prozent des Kapitals. Das spricht für anhaltende Skepsis, während der Konzern sein Jahr weiter als Übergangsphase beschreibt.

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Pernod Ricard weist die Vorwürfe zurück und kündigt Kooperation mit den indischen Behörden an. Die Untersuchung dürfte sich über mehrere Monate ziehen. Operativ bleibt Indien ein Lichtblick, denn dort legten die organischen Verkäufe im jüngsten Quartal um 11 Prozent zu. Im Mai steht ein Konferenztermin zum Nordamerika-Geschäft an, im August folgen die Jahreszahlen für 2025/26.

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