Phishing-Betrüger, Euro

Phishing-Betrüger erbeuten Tausende Euro über Messenger

12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.de

Eine Kärntnerin wurde über einen Messengerdienst von Betrügern um mehrere tausend Euro gebracht, die sich als Arbeitskollegin ausgaben. Die Polizei warnt vor der zunehmenden Häufung digitaler Betrugsfälle.

Phishing-Betrüger erbeuten Tausende Euro über Messenger - Foto: über boerse-global.de
Phishing-Betrüger erbeuten Tausende Euro über Messenger - Foto: über boerse-global.de

Eine 38-jährige Frau aus Spittal an der Drau ist Opfer eines gezielten Messenger-Betrugs geworden. Die Täter gaben sich als Arbeitskollegin aus und lockten mit einem angeblichen Gewinn. Das Opfer verlor mehrere tausend Euro.

Falsche Kollegin lockt mit Gewinnversprechen

Die Betrüger kontaktierten die Frau über einen gängigen Messengerdienst. Sie nutzten die Identität einer realen Arbeitskollegin, um Vertrauen vorzutäuschen. In der Nachricht versprachen sie der 38-Jährigen einen Gewinn.

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Um den Preis zu erhalten, sollte sie einen mitgeschickten Link anklicken. Die Frau folgte der Aufforderung – ein typischer Schritt bei sogenanntem Social Engineering. Genau dieser Klick öffnete den Betrügern Tür und Tor.

Opfer bestätigte Überweisungen selbst in Banking-App

Der manipulierte Link setzte eine fatale Kettenreaktion in Gang. Im Hintergrund initiierten die Kriminellen zwei Geldüberweisungen. Die Sicherheitsabfragen der Bank landeten ordnungsgemäß auf dem Smartphone der Kundin.

Das Opfer bestätigte die Transaktionen jedoch unwissentlich in der eigenen Banking-App. Durch diese aktive Freigabe wurden die Beträge unwiderruflich transferiert. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Kärnten erlebt Häufung digitaler Betrugsfälle

Der Vorfall ist kein Einzelfall. Die Polizei in Kärnten verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Betrugsversuchen über digitale Kanäle. Erst Mitte Februar warnten die Behörden vor falschen Polizisten am Telefon.

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Damals durchschaute eine 81-jährige Spittalerin den Anruf eines angeblichen Kriminalbeamten. Die Arbeiterkammer Kärnten half kürzlich einem Opfer, 8.500 Euro von einem Zahlungsdienstleister zurückzuholen.

So schützen Sie sich vor Messenger-Betrug

Die Polizei rät zu erhöhter Wachsamkeit. Bleiben Sie bei unerwarteten Nachrichten mit Links skeptisch – auch wenn der Absender bekannt scheint. Kontaktieren Sie die Person im Zweifel über einen anderen Weg, etwa telefonisch.

Bestätigen Sie niemals Überweisungen in Ihrer Banking-App, die Sie nicht selbst veranlasst haben. Sollte es doch zum Schaden kommen, handeln Sie schnell: Sperren Sie umgehend Konten und erstatten Sie Anzeige.

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