Sartorius Stedim, FR0013154002

Picus 2 von Sartorius Stedim Biotech - elektronische Pipette für präzises Arbeiten im Labor

Veröffentlicht am: 30.06.2026 um 15:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Picus 2 sorgt mit elektronischer Steuerung und ergonomischem Design für reproduzierbares Pipettieren in Laboren weltweit. Wer Sartorius Stedim Biotech Aktien (ISIN FR0013154002) hält, sollte dieses Produkt kennen.

Sartorius Stedim, FR0013154002, Illustration mit AI erstellt.
Sartorius Stedim, FR0013154002, Illustration mit AI erstellt.

Verantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Neuheiten & Launch. Geprueft am 30.06.2026, 15:06 Uhr. Details im Impressum.

Picus 2 liegt wie ein etwas schwerer Füller in der Hand, die Daumenkuppe ruht auf dem sanft federnden Auslöser, während die Spitze millilitergenau in eine klare Kunststoffküvette eintaucht. Wer einmal eine Stunde Serienpipettierung mit Picus 2 gemacht hat, spürt deutlich weniger Druck im Handgelenk als mit einer rein mechanischen Pipette.

Elektronische Pipette für Routine und anspruchsvolle Assays

Picus 2 von Sartorius Stedim Biotech ist eine elektronische Einkanal- und Mehrkanal-Pipette, die Volumina im Bereich typischer Life-Science-Assays automatisiert und reproduzierbar dosiert. Das Gerät richtet sich vor allem an Forschungslabore in Biotechnologie, Pharma und Diagnostik, die hohe Durchsatzraten mit klar definierten Pipettierprotokollen kombinieren müssen.

Auf dem kleinen, aber gut ablesbaren Display können Nutzer vordefinierte Programme wie Mehrfachdispensieren, Verdünnungsreihen oder Reverspipettieren abrufen. Die Bedienung erfolgt über seitliche Tasten, die beim Klicken ein leises, taktiles Feedback geben, ohne dass die Hand umgreifen muss. So lassen sich auch komplexe Liquid-Handling-Workflows mit weniger manuellen Fehlerquellen abarbeiten.

Ergonomie und Reduktion von Belastungsschäden

Produktmanagerin Laura Jensen erklärt bei einer Vorstellung vor Laborleitern, dass Picus 2 darauf ausgelegt ist, die Belastung für Daumen und Handgelenk deutlich zu senken. Statt eines harten mechanischen Federwegs sorgt der integrierte Motor dafür, dass der Anwender nur einen kurzen, moderaten Druckimpuls geben muss, um den Pipettiervorgang zu starten.

Die Griffkontur ist so geformt, dass die Finger an einer leicht strukturierten Oberfläche Halt finden, auch wenn die Hand nach längerer Arbeit leicht schwitzig wird. Das Gewicht verteilt sich nahe am Handballen, wodurch die Pipette weniger „kopflastig“ wirkt und das präzise Ansetzen am Gefäßrand erleichtert wird.

Vertiefen & einordnen

Sartorius Stedim Biotech im Laborsegment

Wie stark die Lab Products & Services Sparte und elektronische Pipetten wie Picus 2 den Konzernumsatz treiben, zeigen die aktuellen Quartalszahlen und der Produktüberblick.

Volumenbereiche und Programmvielfalt im Laboralltag

Picus 2 wird in verschiedenen Volumenvarianten angeboten, typischerweise von einigen hundert Nanolitern bis zu mehreren Millilitern, sodass sowohl qPCR-Ansätze als auch ELISA-Platten und Zellkulturmedien abgedeckt werden. Dadurch kann ein Labor seine Pipettierflotte vereinheitlichen und Protokolle über unterschiedliche Workflows hinweg standardisieren.

Besonders im Bereich Mehrkanalvarianten spielt Picus 2 seine Stärken aus. In 8- oder 12-Kanal-Ausführung lassen sich Mikrotiterplatten schnell und konsistent befüllen, ohne dass der Anwender jede Bahn manuell dosieren muss. Elektronische Zählfunktionen unterstützen dabei, Reihen und Spalten nicht zu vertauschen, was bei Screening-Assays mit hohem Durchsatz relevant ist.

Konnektivität und Dokumentation von Pipettierprozessen

Ein weiterer Aspekt ist die Dokumentationsfähigkeit. Viele Labore müssen heute nachvollziehen, welche Volumina und Programme in einem Experiment genutzt wurden. Picus 2 bietet daher Speicherfunktionen und in ausgewählten Varianten Schnittstellen, über die sich Protokolle auslesen oder auf andere Geräte übertragen lassen.

Laborleiter wie Dr. Markus Heller nutzen diese Funktionen, um standardisierte SOPs nicht nur auf Papier, sondern direkt auf den Pipetten zu hinterlegen. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dann von Beginn an mit denselben Pipettierprofilen wie das erfahrene Team, was die Vergleichbarkeit von Versuchsergebnissen verbessert.

Wartung, Kalibrierung und Serviceangebote

Elektronische Pipetten wie Picus 2 erfordern andere Wartungsroutinen als rein mechanische Modelle. Sartorius Stedim Biotech bietet hierfür Servicepakete und Kalibrierprogramme an, die sich an den üblichen Qualitätsstandards in GxP-Laboren orientieren. Anwender können Geräte planmäßig einsenden oder vor Ort kalibrieren lassen, um die geforderte Genauigkeit zu sichern.

Im Alltag bedeutet das: Wenn ein Team eine Serie von Picus 2 nutzt, wird meist ein Rotationsplan erstellt, bei dem einzelne Geräte nacheinander zum Servicetermin gehen. Währenddessen übernehmen die verbleibenden Pipetten die laufenden Aufgaben, sodass kein Engpass entsteht. Diese Organisation ist vor allem in diagnostischen Routinelaboren wichtig, die selten ein Zeitfenster für längere Downtimes haben.

Rolle im Portfolio von Sartorius Stedim Biotech und Bezug zur Aktie

Picus 2 ist Teil der Lab Products & Services Sparte, die neben Pipetten auch Filter, Waagen und weitere Laborgeräte umfasst. Für Sartorius Stedim Biotech sind solche wiederkehrend genutzten Instrumente und Verbrauchsmaterialien wichtig, weil sie über viele Jahre stabile Umsätze liefern und Kunden eng an das Ökosystem des Unternehmens binden.

Die Sartorius Stedim Biotech Aktie (ISIN FR0013154002) wird an der Euronext in Paris gehandelt; Umsätze aus dem Laborgerätegeschäft und Produkten wie Picus 2 beeinflussen langfristig die Ertragskraft des Konzerns, ohne dass sich daraus allein eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ableiten lässt.

Fakten zu Picus 2

  • Produkt: Picus 2 elektronische Pipette
  • Hersteller: Sartorius Stedim Biotech S.A.
  • Kategorie: Neuheit/Launch im Laborgerätebereich
  • Markteinführung: Seit Mitte der 2020er Jahre in wichtigen Life-Science-Märkten verfügbar
  • UVP / Preis: Je nach Ausführung typischerweise im oberen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Eurobereich
  • Verfügbarkeit: Über Sartorius Stedim Biotech und ausgewählte Fachhändler in Europa, Nordamerika und Asien
  • Zielgruppe: Forschungslabore, Pharma- und Biotech-Unternehmen, diagnostische Einrichtungen mit hohem Pipettieraufkommen
  • Besonderheit / USP: Elektronische Steuerung mit vordefinierten Pipettierprogrammen, ergonomisches Design zur Reduktion von Belastungsschäden

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