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Plug Power Aktie: 275 Millionen Dollar LiquiditÀt

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 10:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Plug Power verkauft zwei Infrastrukturprojekte fĂŒr ĂŒber 275 Millionen Dollar. Der Wasserstoffspezialist sichert damit seine LiquiditĂ€t bis zur angestrebten ProfitabilitĂ€t.

Plug Power: Verkauf von Projekten bringt dringend benötigte LiquiditÀt
Abstrakte Darstellung des Sektors erneuerbare Energien mit Fokus auf Wasserstofftechnologie, atmosphĂ€rische Szene mit kĂŒhlem Licht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Plug Power trennt sich von zwei großen Infrastrukturprojekten. Der Wasserstoffkonzern verkauft Anlagen in Texas und New York an Stream US Data Centers. Ziel: mehr als 275 Millionen Dollar frisches Geld.

Die Aktie schloss am Freitag bei 1,88 Euro, kaum verÀndert zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 3,74 Prozent zu Buche. Der Kurs bleibt damit unter Druck, trotz der milliardenschweren Asset-Deals.

Zwei Deals, ein Ziel: Cash

In Texas verkauft Plug Power sein Graham-Projekt. Es umfasst 164 Megawatt an Netzanschlussrechten und dazugehöriges Land. Der Deal ist bis zu 76,5 Millionen Dollar wert, 50 Millionen Dollar sollen zum Closing um den 31. Juli 2026 fließen.

Die restlichen 26,5 Millionen Dollar hĂ€ngen von finalen KapazitĂ€tsbestĂ€tigungen ab. Die Übertragung der Netzanschlusspflichten setzt zudem rund 14 Millionen Dollar an hinterlegtem Kapital frei. In Summe bringt der Texas-Deal damit etwa 90,5 Millionen Dollar LiquiditĂ€t.

In New York lĂ€uft es anders. Der Kaufpreis fĂŒr das Gateway-Projekt bleibt bei 142 Millionen Dollar, doch die Struktur wurde neu verhandelt. Stream zahlt eine frĂŒhere Anzahlung von 6,5 Millionen Dollar sofort aus, legt aber gleichzeitig 10 Millionen Dollar fĂŒr den Landkauf neu zurĂŒck.

Zusammen mit einer bereits erhaltenen Vorauszahlung von 5 Millionen Dollar hat Stream damit 21,5 Millionen Dollar auf den Kaufpreis angezahlt, sobald die Einlagen freigegeben sind. Der finale Abschlusstermin fĂŒr die restlichen Anlagen wurde auf MĂ€rz 2027 verschoben. Grund sind laufende Umwelt- und GenehmigungsprĂŒfungen.

Fortschritt in Australien

WÀhrend die LiquiditÀtsfrage im Vordergrund steht, meldet Plug Power auch operative Erfolge. Der Hunter Valley Hydrogen Hub in Australien, ein Gemeinschaftsprojekt mit Orica, hat die finale Investitionsentscheidung erreicht.

Die Anlage soll jĂ€hrlich rund 4.700 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren, Plug Power liefert dafĂŒr seine GenEco-PEM-Elektrolyseure. Das Projekt ist das erste im australischen Förderprogramm "Hydrogen Headstart", das diese Stufe erreicht, und sichert sich damit umgerechnet rund 432 Millionen australische Dollar an ProduktionszuschĂŒssen.

Der Markt honoriert diesen Fortschritt bislang kaum. Über die letzten 30 Tage verlor die Aktie 18,42 Prozent, deutlich stĂ€rker als der WochenrĂŒckgang.

Charttechnik zeigt ĂŒberverkaufte Lage

Der 14-Tage-RSI liegt bei 28,0 und damit unter der Schwelle von 30, die ĂŒblicherweise als ĂŒberverkauft gilt. Gleichzeitig notiert die Aktie fast 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,72 Euro aus dem Juni.

Diese Diskrepanz zwischen operativen Meilensteinen und Kursverlauf dĂŒrfte Anleger weiter beschĂ€ftigen. Trotz RĂŒckgĂ€ngen bei Wochen- und Monatsbetrachtung steht die Aktie seit Jahresbeginn noch immer mit 12,23 Prozent im Plus.

Fahrplan zur ProfitabilitÀt

Das Management hĂ€lt am Ziel fest, im vierten Quartal 2026 ein positives EBITDAS zu erreichen. Die Strategie hat sich klar verschoben: weg vom Betrieb eigener grĂŒner Wasserstoffanlagen, hin zum Rollenwechsel als Technologie- und Infrastrukturlieferant fĂŒr Sektoren mit hohem Energiebedarf, allen voran Rechenzentren.

Ob die 275-Millionen-Dollar-LiquiditĂ€tsspritze ausreicht, um die Zeit bis zur ProfitabilitĂ€t zu ĂŒberbrĂŒcken, bleibt die zentrale Frage fĂŒr Investoren. Der nĂ€chste wichtige Termin: die Zahlen zum zweiten Quartal 2026, die im August erwartet werden.

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