Drohnen-FlĂŒge waren kein Versehen
12.09.2025 - 13:15:41"Wir wĂŒrden uns auch wĂŒnschen, dass der Drohnenangriff auf Polen ein Fehler war. War er aber nicht. Und wir wissen das", schrieb Regierungschef Donald Tusk auf X.
Bei einer Pressekonferenz fĂŒgte er hinzu, Polens Geheimdienste und MilitĂ€r hĂ€tten ausreichend Informationen dazu, wer verantwortlich sei. Man kenne die Urheber, den Startort der Drohnen und die Absicht hinter der Aktion.
WĂ€hrend eines russischen Luftangriffs auf die Ukraine in der Nacht zu Mittwoch war eine groĂe Zahl Drohnen in den Luftraum Polens und damit der Nato geflogen. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-VerbĂŒndete in Polen schossen erstmals einige russische Drohnen ab.
MilitĂ€rkreise halten Versehen fĂŒr unwahrscheinlich
Trump hatte am Donnerstag auf Nachfrage eines Reporters vor dem WeiĂen Haus gesagt, die Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Drohnen "könnte ein Fehler gewesen sein". Dennoch sei er "nicht glĂŒcklich" ĂŒber "diese ganze Situation".
Seit seinem Amtsantritt im Januar wird Trump vorgeworfen, er zeige dem Angreifer Russland gegenĂŒber zu viel Nachsicht und lasse sich von Kremlchef Wladimir Putin teils vorfĂŒhren.
Dass es sich beim Einflug der Drohnen wirklich um ein Versehen handelt, wird nach PrĂŒfung des Vorfalls in MilitĂ€rkreisen fĂŒr unwahrscheinlich gehalten. Mindestens einer der Flugroboter flog nach dpa-Informationen aus Nato-Kreisen in Richtung des Verteilzentrums fĂŒr die Ukraine-MilitĂ€rhilfe am polnischen Flughafen Rzeszow.

