Porsche verkauft im ersten Halbjahr weniger Autos
08.07.2025 - 09:09:18Von Januar bis Juni wurden weltweit rund 146.400 Sport- und GelÀndewagen ausgeliefert. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Autohersteller in Stuttgart mitteilte. Bereits im gesamten vergangenen Jahr war der Absatz der Schwaben um drei Prozent auf rund 310.700 Fahrzeuge gesunken.
In China wurden in den ersten sechs Monaten gut 21.300 Wagen ausgeliefert - und damit 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wesentlicher Grund dafĂŒr sei die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik und der intensive Wettbewerb dort. In Deutschland und dem Rest Europas zeigten die Verkaufszahlen teils ebenfalls deutlich nach unten.
Kaufrausch vor den Zöllen?
Mit 43.577 Auslieferungen besser lief es in Nordamerika. Der Anstieg lag den Angaben nach vor allem daran, dass mehr Autos im Handel verfĂŒgbar waren als im Vorjahr. AuĂerdem gab es demnach Preisgarantien wegen der höheren US-Einfuhrzölle. Zahlreiche Kunden dĂŒrften sich also noch ein Fahrzeug gesichert haben, bevor dieser Regelung nicht mehr gilt - und sie draufzahlen mĂŒssen. Ein Plus verzeichnete Porsche auch in Ăbersee- und WachstumsmĂ€rkten wie Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan oder Korea.
Neuer E-Macan kommt an
Die Zuffenhausener hatte im vergangenen Jahr mehrere Modellreihen erneuert. Besonders beliebt war der Kompakt-SUV Macan - das bestverkaufte Modell in der ersten JahreshĂ€lfte. Der mehrheitlich zum Volkswagen DE0007664039-Konzern gehörende Sportwagenbauer lieferte davon mehr als 45.100 StĂŒck aus - das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Mehr als die HĂ€lfte entfiel auf die vollelektrische Variante. Der Panamera verzeichnete ebenfalls ZuwĂ€chse.
Einen deutlichen Verkaufsknick gab es beim bislang auslieferungsstĂ€rksten Modell Cayenne. AuĂerdem gingen unter anderem die Auslieferungen des Klassikers 911 und des vollelektrischen Taycans zurĂŒck.
Keine schnelle Besserung in Sicht
23,5 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer. "Der vollelektrische Macan trĂ€gt entscheidend zu unserer Elektrifizierungsquote bei", teilte Vertriebsvorstand Matthias Becker mit. Es sei gelungen, das Absatzvolumen ĂŒber die Vertriebsregionen hinweg stabil zu halten - trotz der andauernden geopolitischen Herausforderungen. In der zweiten JahreshĂ€lfte erwartet Becker ein weiterhin herausforderndes Umfeld.

